Ministerpräsident verteidigt Kreuz-Erlass Söder: "Kreuz ist Symbol der bayerischen Identität"

Von KNA

Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident (CSU), verteidigt seinen umstrittenen Kreuz-Erlass. Foto: dpaMarkus Söder, Bayerischer Ministerpräsident (CSU), verteidigt seinen umstrittenen Kreuz-Erlass. Foto: dpa

Berlin. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verteidigt seinen umstrittenen Kreuz-Erlass. Dieser sei ein "Bekenntnis zu unserer christlich-abendländischen Prägung in Bayern".

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat seinen umstrittenen Kreuz-Erlass erneut verteidigt. Der „Bild"-Zeitung sagte er: „In Bayern steht eine klare Mehrheit hinter dem Beschluss. Auch aus den Kirchen erfahren wir großen Zuspruch." Die Entscheidung sei „ein Bekenntnis zu unserer christlich-abendländischen Prägung in Bayern". 

"Es braucht eine Identitätsdebatte"

Er wolle es keinem anderen Bundesland vorschreiben, aber für Bayern sei das Kreuz „natürlich ein religiöses, aber auch ein Symbol unserer Identität", so der Politiker. „Offenkundig braucht es aber auch eine Identitätsdebatte in ganz Deutschland. Manches, was bislang gewiss war, sollte in unruhigen Zeiten neu gefestigt werden", fügte Söder hinzu. Übrigens habe er noch nie gehört, dass jemand dagegen protestiert habe, an christlichen Feiertagen frei zu haben.

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Kontroverse Diskussionen

Das bayerische Kabinett hatte auf Söders Anregung am 24. April beschlossen, dass ab 1. Juni im Eingangsbereich aller Dienstgebäude im Freistaat ein Kreuz angebracht werden soll. Die Anordnung wird seither kontrovers diskutiert. Auch in den Kirchen gehen dazu die Meinungen auseinander. 


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