Kommentar zu Volkswagen Martin Winterkorn gerät in Diesel-Affäre immer stärker unter Druck

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ARCHIV - 22.04.2015, Niedersachsen, Hannover: Martin Winterkorn, damaliger Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, kommt zur Vorstellung eines Fraunhofer-Projektzentrums in das Gästehaus der Landesregierung. Der VW-Aufsichtsrat prüft in der Abgasaffäre Schadenersatzansprüche gegen den früheren Vorstandsvorsitzenden Winterkorn, das sagte der Aufsichtsratssprecher Brendel auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ARCHIV - 22.04.2015, Niedersachsen, Hannover: Martin Winterkorn, damaliger Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, kommt zur Vorstellung eines Fraunhofer-Projektzentrums in das Gästehaus der Landesregierung. Der VW-Aufsichtsrat prüft in der Abgasaffäre Schadenersatzansprüche gegen den früheren Vorstandsvorsitzenden Winterkorn, das sagte der Aufsichtsratssprecher Brendel auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Osnabrück. Der VW-Konzern prüft, ob er von Ex-VW-Chef Martin Winterkorn Schadenersatz verlangen kann.Droht ihm der Ruin? Ein Kommentar:

Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts. Mit dieser Strategie versucht Martin Winterkorn, sich aus der Diesel-Affäre zu winden. Der Ruf des Ex-Vorstandschefs von Volkswagen ist ramponiert. Nun stehen seine Freiheit und sein Privatvermögen auf dem Spiel.

Zumindest setzt die Anklage aus den USA die hiesige Justiz stärker unter Druck, in dem Betrugsskandal zügig voranzukommen. Zudem stellen die Amerikaner den deutschen Kollegen ihre Ermittlungsakten zur Verfügung. Da wird für Winterkorn die Luft dünner.

Schließlich dürfte sich der Aufsichtsrat von Volkswagen rechtlich gezwungen sehen, vom einstigen Top-Manager Schadenersatz zu verlangen. In Wolfsburg heißt es, die Prüfungen dazu liefen. Das klingt gut drei Jahre nach Aufdeckung des Massenbetrugs durch US-Behörden nicht gerade zielstrebig. Ist das Tempo nur Zufall? Wohl kaum.

Möglich, dass das Heer an Juristen und Beratern den Wolfsburgern geraten hat, in der Causa Winterkorn auf Zeit zu spielen. Denn ginge Volkswagen gegen den Manager massiver vor, könnte das den getäuschten Aktionären und VW-Kunden neue Munition für Klagen liefern. Bitter: Volkswagen ist um Schadensbegrenzung bemüht, aber nicht um Aufklärung und Wiedergutmachung.


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