Appell von Hofreiter Glyphosat: Grüne wollen „Ende des Zick-Zack-Kurses“

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Der Grünen-Politiker fordert ein Umsteuern in der Agrarpolitik hin zu einer nachhaltigen Landwirtschaft. Foto: dpaDer Grünen-Politiker fordert ein Umsteuern in der Agrarpolitik hin zu einer nachhaltigen Landwirtschaft. Foto: dpa

Osnabrück. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) dazu aufgefordert, im Streit um das Unkrautgift Glyphosat „ihren Zick-Zack-Kurs zu beenden“ und den Ausstieg aus der Nutzung dieses Mittels einzuleiten.

„Nötig ist ein klarer, ambitionierter und verbindlicher Fahrplan zur Reduktion von Pestiziden“, sagte Hofreiter im Gespräch mit unserer Redaktion. Angesichts des dramatischen Sterbens von Bienen, Schmetterlingen und Vögeln müsse Klöckner den „Fehltritt ihres Vorgängers korrigieren“ und Glyphosat von den Äckern verbannen, wo das meiste Gift eingesetzt werde. Glyphosat dürfe auch nicht einfach durch „neue Kreationen aus den Pestizidküchen von Bayer und Monsanto“ ersetzt werden. „Wir brauchen ein Umsteuern in der Agrarpolitik hin zu einer wirklich nachhaltigen Landwirtschaft. Der Ball liegt bei der Bundesregierung“, erklärte Hofreiter.

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter pocht auf den Ausstieg aus dem Unkrautgift „Glyphosat“. Foto: dpa

Klöckner hatte betont, dass sie sich an den Koalitionsvertrag halte. Der „systematische und schrittweise Ausstieg“ müsse bis 2021 vollendet sein, bekräftigte auch Umweltministerin Svenja Schulze (SPD). Ihre Behörde verwies darauf, dass Union und SPD sich auf eine Minderungsstrategie geeinigt hätten mit dem Ziel, die Anwendung so schnell wie möglich zu beenden. Klöckners Vorgänger Christian Schmidt (CSU) hatte seine SPD-Kollegin Barbara Hendricks vor vollendete Tasachen gestellt und in Brüssel die weitere Nutzung von Glyphosat gebilligt.


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