Laut „Spiegel“-Bericht Viele Islamisten haben Asylantrag in Deutschland gestellt

Meine Nachrichten

Um das Thema Politik Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Fast ein Viertel der als gefährlich eingestuften Islamisten in Deutschland sind Asylbewerber. Foto: imago/Christian OhdeFast ein Viertel der als gefährlich eingestuften Islamisten in Deutschland sind Asylbewerber. Foto: imago/Christian Ohde

dpa/AFP Berlin. Fast ein Viertel der als gefährlich eingestuften Islamisten in Deutschland sind Asylbewerber. Das geht laut „Spiegel“ aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des stellvertretenden FDP-Fraktionsvorsitzenden Stephan Thomae hervor.

Demnach stuft das Bundeskriminalamt rund 1560 Männer und Frauen als „Gefährder“ oder „relevante Personen“ in der Extremistenszene ein. 362 von ihnen hätten einen Antrag auf Asyl gestellt.

Die hohe Zahl sei auch „auf die Migrationsbewegungen im Kontext des Kriegsgeschehens in Syrien und Irak zurückzuführen“, schreibt die Regierung demnach in ihrer Antwort mit Blick auf Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Thomae forderte konsequentere Abschiebungen. „Es darf nicht sein, dass die Zahl der Gefährder in Deutschland weiter zunimmt, während die Zahl der Abschiebungen minimal bleibt“, sagte er dem „Spiegel“

Mehr Abschiebungen seit Terroranschlag in Berlin

Bund und Länder versuchen inzwischen, Gefährder schneller abzuschieben. Seit dem Terroranschlag in Berlin im Dezember 2016 haben die Innenminister dem Bericht zufolge in 13 Fällen eine sofortige Abschiebungsanordnung erlassen, bislang mussten zehn der Betroffenen das Land verlassen. Eine solche Anordnung darf verhängt werden, um „eine besondere Gefahr für die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland“ abzuwehren.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN