Polizeigewerkschaft fordert Antisemitischen Familien sollten Kinder weggenommen werden

Von afp

Meine Nachrichten

Um das Thema Politik Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Teilnehmer einer Demonstration verbrannten im Dezember 2017 eine selbstgemalte Fahne mit einem Davidstern in BerlinFoto: Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V./dpaTeilnehmer einer Demonstration verbrannten im Dezember 2017 eine selbstgemalte Fahne mit einem Davidstern in BerlinFoto: Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V./dpa

Augsburg. Nach antisemitischen Vorfällen an Schulen fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) ein härteres Einschreiten der Jugendämter bis zur Inobhutnahme der Kinder aus den betroffenen Familien.

„Wenn Kinder zu Antisemiten erzogen werden, darf man nicht davor zurückschrecken, sie aus ihren Familien herauszunehmen“, sagte Gewerkschaftschef Rainer Wendt der „Augsburger Allgemeinen“ vom Mittwoch.

Der Gewerkschaftschef begrüßte den Vorstoß von Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) für ein bundesweites Melderegister antisemitischer Vorfälle an Schulen. Er forderte zugleich eine Korrektur der Erfassung antisemitischer Straftaten in den Statistiken von Polizei und Verfassungsschutz.

Rechtsextreme und antisemitische Muslime

Häufig werde bei unbekannten Tätern automatisch von einer rechtsextremen Tat ausgegangen. Es gebe aber eine hohe Dunkelziffer hinsichtlich von Muslimen begangenen antisemitischen Taten.

Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft. Foto: dpa

Anlass für die aktuelle Antisemitismus-Debatte war der Fall einer Berliner Schülerin, die wegen ihres Glaubens an einer Grundschule bedroht worden sein soll.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN