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25.03.2018, 17:19 Uhr KOMMENTAR

Tod des „Helden von Trèbes“: Arnaud Beltrame ist das Gesicht des Mutes

Von Johannes Giewald


Trauer um Arnaud Beltrame, den Helden von Trèbes. Foto: AFPTrauer um Arnaud Beltrame, den Helden von Trèbes. Foto: AFP

Osnabrück. Dass sich Arnaud Beltrame bei dem Terrorangriff in Südfrankreich am Freitag gegen eine Geisel ausgetauscht hat, ist eine Heldentat. Damit gibt er dem Mut gegen den Terror ein Gesicht. Ein Kommentar.

Frankreich hat einen neuen Helden. Der Polizist Arnaud Beltrame hat sein Leben in die Hände eines kaltblütigen Terroristen gelegt, um das einer Geisel zu retten. In einem Moment größter Gefahr denken viele nur an die eigene Sicherheit, der Polizist aber stellte sich schützend vor einen Menschen, den er nicht einmal kannte. Dieser Akt lässt sich gar nicht genug mit Dankbarkeit und Anerkennung würdigen.

Das mutige Handeln des Franzosen sollte den Menschen eines von Terrorakten gebeutelten Landes Kraft verleihen. Mit seiner bewundernswerten Tat gibt Beltrame dem Mut, den wir gegen den Terrorismus aufbringen müssen, ein Gesicht. Das Verbrechen von Trèbes wird nicht der letzte Angriff bleiben. Aber die Courage des Polizisten kann die Menschen in Frankreich und Europa darin bestärken, sich dem Terror entschlossen entgegenzustellen. Beltrames Tod erschüttert, aber er darf nicht verängstigen, mutig zu sein.

Mit ihren hinterhältigen Angriffen wollen Terroristen Angst schüren und unsere Gesellschaft spalten. Wegen Beltrames unerschrockener Hingabe ist die französische Gesellschaft stattdessen geeint in der Bewunderung für den Helden von Trèbes – zumindest für den Moment.


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