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23.03.2018, 18:05 Uhr JOHN BOLTON WIRD SICHERHEITSBERATER

Trumps Personalwechsel: Zwei Sicherungen weniger

Kommentar von Manuel Glasfort

Muss gehen: Der bisherige Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster wird durch John Bolton abgelöst. Foto: AFPMuss gehen: Der bisherige Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster wird durch John Bolton abgelöst. Foto: AFP

Osnabrück. Die Nachrichten aus Washington werden immer beunruhigender. Nach dem Rauswurf seines umsichtigen Außenministers Rex Tillerson trennt Donald Trump sich auch vom gemäßigten Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster.

An Personalwechsel im Weißen Haus hat man sich inzwischen gewöhnt, aber diese beiden haben es in sich. Mit CIA-Chef Mike Pompeo als künftigem Außenminister und John Bolton als neuem Sicherheitsberater besetzt der US-Präsident zwei Schlüsselpositionen mit ihm ergebenen Hardlinern. Trump, der keine Kritik ertragen kann, umgibt sich mehr und mehr mit Ja-Sagern.

Was für Unternehmensmanager schon unklug ist, kann beim Anführer der Supermacht USA rasch gefährlich werden. Wer wird den impulsiven Donald Trump in Zukunft bremsen, wenn er Nordkorea in einem Wutanfall mit „Feuer und Zorn“ droht? Wird Bolton nicht eher ermunternd Richtung Atomkoffer nicken? Nachdem mit Tillerson und McMaster zwei Sicherungen aus dem System Trump entfernt wurden, ist durchaus denkbar, dass der Präsident zunächst einen Handels- und dann einen echten Krieg entfacht.

Selbst wenn es nicht dazu kommt: Auch ein Ausstieg der USA aus dem Atomvertrag mit dem Iran ist wahrscheinlicher geworden. Das wäre ein schwerer Rückschlag für die internationale Diplomatie.


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