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Damaskus und Idlib Luftangriffe in Syrien fordern zahlreiche Todesopfer

Von dpa

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Damaskus. Nach dem schweren Angriff auf ein Viertel der syrischen Hauptstadt Damaskus ist die Zahl der Toten nach Angaben von Aktivisten auf 43 gestiegen.

Unter den Opfern seien elf Kinder und acht Frauen, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch. Mehr als 35 Menschen wurden demnach im Viertel Kaschkul verletzt. Es war einer der schwersten Angriffe auf Damaskus, das von Regierungstruppen kontrolliert wird.

Kaschkul liegt in der Nähe der Nähe von Gebieten, die von Gegnern der Regierung beherrscht werden. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, „Terroristen“ hätten eine Rakete auf das Viertel abgefeuert. Als „Terroristen“ bezeichnen Syriens Staatsmedien auch die Aufständischen im nahe gelegenen Rebellengebiet Ost-Ghuta.

Syriens Regierung wirft den Rebellen dort vor, Damaskus immer wieder mit Artillerie und Raketen anzugreifen. Nach Angaben der Menschenrechtsbeobachter kamen in den vergangenen Monaten mehr als 180 Menschen durch Beschuss auf die Hauptstadt ums Leben.

UNterdessen sind bei einem erneuten Luftangriff auf die syrische Provinz Idlib nach Angaben von Aktivisten und Rettungshelfern mindestens 20 Zivilisten ums Leben gekommen, 16 davon Kinder. 15 der Opfer in dem Ort Kafr Battich gehörten zu einer Familie, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Die Rettungsorganisation Weißhelme meldete, die Kinder seien ums Leben gekommen, nachdem sie nach einem ersten Angriff aus einer Schule geflohen waren, um Schutz in einer Höhle zu suchen. Sie machte russische Jets für den Angriff verantwortlich. Russland ist im Bürgerkrieg ein enger Verbündeter der syrischen Regierung.

Die Provinz Idlib im Nordwesten des Bürgerkriegslandes ist zum größten Teil unter Kontrolle von Rebellen. Zu den stärksten Gruppen gehört dort der syrische Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida.

Erst am Dienstag kamen bei einem Luftangriff auf ein Flüchtlingslager in Idlib neun Menschen ums Leben. Am Montag waren bei einem Luftangriff auf eine Schule im Rebellengebiet Ost-Ghuta im Zentrum Syriens den Menschenrechtlern zufolge 16 Kinder und vier Frauen getötet worden. Aktivisten machten dafür Russlands Luftwaffe verantwortlich und warfen ihr vor, eine bunkerbrechende Rakete eingesetzt zu haben.


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