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20.03.2018, 16:03 Uhr KOMMENTAR

Es steht viel auf dem Spiel

Kommentar von Nina Kallmeier

Ein Roboterwagen des Fahrdienst-Vermittlers Uber hat eine Frau, die die Fahrbahn überquerte, erfasst. Es war der zweite tödliche Unfall mit Beteiligung eines selbstfahrenden Autos. Foto: Eric Risberg/AP/dpaEin Roboterwagen des Fahrdienst-Vermittlers Uber hat eine Frau, die die Fahrbahn überquerte, erfasst. Es war der zweite tödliche Unfall mit Beteiligung eines selbstfahrenden Autos. Foto: Eric Risberg/AP/dpa

Tempe/San Francisco. Nach dem tödlichen Unfall mit einem selbstfahrenden Auto des Fahrdienstleisters Uber laufen die Ermittlungen an. Mehrere US-Behörden sind beteiligt. Dieser Unfall könnte den Weg der Autobranche zu selbstfahrenden Autos stark beeinflussen. Ein Kommentar.

Bereits zum zweiten Mal hat es einen tödlichen Unfall gegeben, an dem ein selbstfahrendes Auto beteiligt war. Nachdem 2016 der Fahrer eines Teslas beim Zusammenstoß mit einem Lkw ums Leben kam, ist jetzt eine Fußgängerin von einem Uber-Testfahrzeug erfasst worden. Wie bei jedem anderen Unfall im Straßenverkehr muss eine gründliche Untersuchung die genauen Umstände klären, erst dann können Konsequenzen gezogen werden.

Die Fragen, warum das Unfallfahrzeug möglicherweise zu schnell unterwegs war und die Frau nicht als Hindernis erkannte, sind berechtigt. Sie müssen sowohl zur Klärung der Schuld als auch für die weitere Entwicklung der Technologie gestellt werden. Denn Letztere ist noch nicht ausgereift, das zeigen auch andere Vorfälle mit Roboterwagen im Straßenverkehr. Dass Uber alle weiteren Testfahrten fürs Erste gestoppt hat, ist eine notwendige Folge des Unfalls. Erst recht, weil es nicht der erste Vorfall mit einem ihrer Fahrzeuge ist.

An der Aufklärung dieses zweiten tödlichen Unfalls ist eine Vielzahl von Behörden beteiligt. Ihre Ergebnisse können richtungweisend sein für die Zukunft der Mobilität. Autonomes Fahren ist politisch nicht unumstritten. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass etwas unter den Teppich gekehrt wird. Vor allem für die Industrie steht viel auf dem Spiel.


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