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17.03.2018, 06:00 Uhr zuletzt aktualisiert vor KOLUMNE

Ministerinnen kommen im gleichen Look zur Vereidigung

Von Jörg Gierse

Nur die weiße Blüte an Franziska Giffeys Kostüm unterscheidet ihr Vereidigungs-Outfit von dem der Kollegin Julia Klöckner. Foto: AFPNur die weiße Blüte an Franziska Giffeys Kostüm unterscheidet ihr Vereidigungs-Outfit von dem der Kollegin Julia Klöckner. Foto: AFP

Berlin. Wenn ein großer Tag ansteht, ist die Kleiderwahl für Männer ganz einfach: dunkler Anzug. Frauen dagegen zerbrechen sich lange den Kopf über das passende Outfit. Und müssen manchmal doch feststellen, dass andere zum selben Ergebnis gekommen sind – wie jetzt die neuen Ministerinnen Giffey und Klöckner.

Die vergangene Woche werden die Minister der neuen Regierung wohl nie wieder vergessen. Nicht nur, weil die meisten von ihnen ab jetzt zum ersten Mal in Berlin mitregieren. Sondern auch wegen der kleinen Geschichten am Rande, die meist länger im Gedächtnis haften bleiben als die großen, staatstragenden Momente.

Für Julia Klöckner und Franziska Giffey wird eine dieser Anekdoten sein, dass sie zu ihrer Vereidigung im gleichen Kleid erschienen. Die CDU-Agrarministerin und die SPD-Chefin im Familienressort hatten sich für den großen Tag ein Kostüm in leuchtendem Blau ausgesucht. In Yves-Klein-Blau, um genau zu sein. Benannt nach dem französischen Maler, der viele Bilder in dieser Farbe erstrahlen ließ. Damit, dachte sich wohl jede der beiden, steche ich aus der Flut grauer Anzüge im Bundestag heraus – aber auf elegante Weise.

Das taten Klöckner und Giffey auch, aber vor allem wegen des unfreiwilligen Partnerlooks. Als die Ministerinnen beim ersten Treffen auf der Besuchertribüne den modischen Fauxpas bemerkten, nahmen sie es mit Humor und schienen sich auch sonst blendend zu verstehen. Entsprechend groß war das Hallo, als sich die neue Umweltministerin Svenja Schulze zu ihnen gesellte – in einem leuchtend blauen Hosenanzug.


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