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08.03.2018, 18:34 Uhr DEMOGRAFISCHER WANDEL

Renten: Weitere Reformen unausweichlich

Kommentar von Uwe Westdörp

Reicht die Rente? Immer mehr Bundesbürger sind besorgt, wenn sie auf den demografischen Wandel und die Altersvorsorge blicken. Foto: dpaReicht die Rente? Immer mehr Bundesbürger sind besorgt, wenn sie auf den demografischen Wandel und die Altersvorsorge blicken. Foto: dpa

Osnabrück. Die Deutschen fürchten sich angesichts der Alterung der Gesellschaft zunehmend vor Altersarmut. Dies ist ein Weckruf, endlich weitere Reformen anzupacken. Ein Kommentar.

Die von vielen ersehnte Grundrente, die Weiterentwicklung der Mütterrente, das Streitthema Rentenniveau und die Herausforderungen des demografischen Wandels: Da kommt viel Arbeit zu auf die kommende Bundesregierung. Denn in der Rentenpolitik gilt: Nach der Reform ist vor der Reform. Es gibt immer Stellschrauben, an denen gedreht werden muss. Wie überfällig weitere Schritte sind, zeigt auch die neue Studie, nach der immer mehr Bürger die Angst vor Altersarmut umtreibt. Sie sollte ein Weckruf sein, weitere Reformen anzupacken.

Fakt ist: Die Überalterung der Bevölkerung schreitet rasch voran. Die Erwerbstätigen müssen für immer mehr Rentner aufkommen. Das wird schon bald zum akuten Problem, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand gehen. Länger arbeiten, höhere Beiträge zahlen – das werden dann wieder die Themen sein.

Hinzu kommt die Altersarmut. Viele Menschen werden aufgrund mieser Bezahlung oder wegen Zeiten der Arbeitslosigkeit keine ausreichende Rente erhalten. An dieser Stelle stößt die Rentenversicherung freilich an ihre Grenzen. Ihre Leistungen sind an Beiträge geknüpft. Wenn zusätzliche Hilfe nötig ist, müssen das die Steuerzahler finanzieren. Auch vorbeugen ist möglich – etwa, indem bessere Löhne gezahlt werden, aus denen dann auskömmliche Renten resultieren.


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