Demografischer Wandel Linke: Regierung verantwortlich für Angst vor dem Alter

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Osnabrück. Die Partei Die Linke macht die ihrer Ansicht nach „katastrophale Politik der Bundesregierung“ dafür verantwortlich, „dass die Menschen Angst vor dem Alter haben“.

Parteichef Bernd Riexinger sagte unserer Redaktion: „Durch das kontinuierliche Aushöhlen der gesetzlichen Rente und den viel zu niedrigen Mindestlohn ist die Altersarmut programmiert und lässt sich auf den Euro genau ausrechnen.“ Ein Mindestlohn unter 12 Euro führe sicher in die Altersarmut. Das habe die Bundesregierung selber vorgerechnet, erklärte Riexinger und betonte: „Die Menschen lassen sich von Regierung nicht für dumm verkaufen.“

Der Linken-Chef reagierte damit auf eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. Die Deutschen fürchten sich demnach angesichts der Alterung der Gesellschaft zunehmend vor Altersarmut. Fast zwei Drittel (65 Prozent) der Bürger verbinden mit dem demografischen Wandel eher Risiken, wie eine von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichte Allensbach-Untersuchung ergeben hat. Im Jahr 2014 hatte dieser Anteil noch bei 55 Prozent gelegen. Als erwartete Folgen nennen die Deutschen vor allem steigende Altersarmut (83 Prozent), einen späteren Renteneintritt (80 Prozent) und steigende Rentenversicherungsbeiträge (77 Prozent). Zugleich steigt die Bereitschaft, im Alter länger zu arbeiten.

Riexinger forderte, eine Rente müsse vor Armut schützen und den Lebensstandard der Menschen sichern. Er erneuerte die Forderung der Linken, das Rentenniveau von derzeit 48 Prozent auf 53 Prozent anzuheben sowie eine Mindestrente in Höhe von 1050 Euro und 12 Euro Mindestlohn einzuführen. Er warnte: „Die Hungerlöhne von heute sind die Armutsrenten von morgen.“


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