Innenminister schließen Vereinbarung Nord-Länder wollen gegen Banden gemeinsam vorgehen

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„Einbrüche bedeuten für die Opfer nicht nur den Verlust von Wertgegenständen“: Auf Antrag Niedersachsens wollen die Nord-Länder in Schwerin beschließen, ihre Zusammenarbeit gegen Banden verstärken, hier Innenminister Boris Pistorius (SPD). Foto: dpa„Einbrüche bedeuten für die Opfer nicht nur den Verlust von Wertgegenständen“: Auf Antrag Niedersachsens wollen die Nord-Länder in Schwerin beschließen, ihre Zusammenarbeit gegen Banden verstärken, hier Innenminister Boris Pistorius (SPD). Foto: dpa

Osnabrück. Die Nord-Länder wollen beim Kampf gegen Einbrecherbanden enger zusammenarbeiten. Vor der Konferenz der Innenminister an diesem Donnerstag in Schwerin kündigte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) gegenüber unserer Redaktion eine entsprechende Vereinbarung an.

„Einbrüche bedeuten für die Opfer nicht nur den Verlust von Wertgegenständen, den Ärger durch Sachbeschädigung und den belastenden Schriftverkehr mit Versicherungen. Vor allem treffen Sie die Menschen in ihrem Innersten und in ihrer Schutzzone, der eigenen Wohnung“, sagte Pistorius.

Vor diesem Hintergrund planen die Innenminister der norddeutschen Länder „die schon vorhandene Kooperation noch enger und abgestimmter gestalten“. Der Schwerpunkt liege auf organisierten mobilen Tätergruppen. „Wir werden den Informationsaustausch zwischen den Experten und Ermittlern verbessern, die zielgerichtete Analyse der vorhandenen Erkenntnislage gemeinsam abstimmen oder auch gemeinsame Präventionsprojekte an den Start bringen“, stellte Pistorius konkrete Schritte in Aussicht. „Im Bereich der Spurensicherung wollen wir vorhandene Erkenntnisse intensiver gegeneinander abgleichen, um so Muster bestimmter Banden erkennen zu können. Und natürlich spielt auch die gegenseitige personelle Unterstützung eine Rolle im Rahmen der Vereinbarung“, fügte der SPD-Politiker hinzu.

Vorbild der Vereinbarung ist die „Aachener Erklärung“, mit der die Länder-Innenminister in vergleichbarer Art ein Netzwerk mit belgischen und niederländischen Behörden errichtet hatten. „Ein ähnliches Erfolgsmodell ist das auch mit EU-Geldern geförderte Projekt der Zentralen Ermittlungsgruppe Einbruchsdiebstähle in Osnabrück“, sagte Pistorius.

Weitere Themen der Runde sind die Zusammenarbeit von Polizei und Bundeswehr und die Auswertung von Antiterrorübungen. Auch die Bilanz der G20-Einsätze wird noch einmal besprochen werden wie auch die Frage des Waffenscheins für Reichsbürger. Gastgeber ist Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU). In Schwerin trifft er seine Kollegen aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Hamburg.


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