Parlamentswahlen im April Wahlkampf in Grönland – Über diese Themen streitet die Polarinsel

Von dpa

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Die Grönländer wählen im April ein neues Parlament. Der Wahlsieger steht vor der Aufgabe, das Land aus einem wirtschaftlichen Tief zu führen. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, die Wirtschaft stark vom Fischfang abhängig. Foto: dpaDie Grönländer wählen im April ein neues Parlament. Der Wahlsieger steht vor der Aufgabe, das Land aus einem wirtschaftlichen Tief zu führen. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, die Wirtschaft stark vom Fischfang abhängig. Foto: dpa

Nuuk. Die Grönländer wählen im April ein neues Parlament und stellen dabei auch die Weichen für die Nutzung riesiger Bodenschätze.

Der sozialdemokratische Regierungschef Kim Kielsen schrieb die Wahl am Montagabend in Nuuk aus. Nach Informationen des grönländischen Rundfunks KNR kann sie entweder am 17. oder am 24. April stattfinden.

Die riesige Polarinsel mit gut 50.000 Einwohnern gehört zum Königreich Dänemark, verwaltet sich aber in weiten Teilen selbst. Nur für Außen- und Verteidigungspolitik sind die Dänen noch zuständig. Anders als Dänemark gehört Grönland seit 1985 auch nicht mehr zur EU.

Der Wahlsieger steht vor der Aufgabe, das Land aus einem wirtschaftlichen Tief zu führen. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, die Wirtschaft stark vom Fischfang abhängig. Zuletzt stritten die Koalitionsparteien über eine Neuordnung der Fangquoten. Unter dem Eis sollen auch riesige Bodenschätze wie Öl, Uran und Seltene Erden schlummern – doch die rauen Bedingungen schrecken Investoren bislang ab.

Die Nutzung der Rohstoffe könnte Grönland wirtschaftliche unabhängig machen und das Land so auch näher an die von vielen gewünschte politische Unabhängigkeit führen. Derzeit fließen jedes Jahr noch etwa 500 Millionen Euro aus Dänemark in die grönländische Haushaltskasse.

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