Ja zur Großen Koalition Am Ziel: die Kanzlerin der Genossen

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Am Ziel: die CDU-Vorsitzende Angela Merkel, die nach dem Ja der SPD zur Großen Koalition in der kommenden Woche wieder zur Bundeskanzlerin gewählt wird. 

            
Foto: dpaAm Ziel: die CDU-Vorsitzende Angela Merkel, die nach dem Ja der SPD zur Großen Koalition in der kommenden Woche wieder zur Bundeskanzlerin gewählt wird. Foto: dpa

Osnabrück . Quälende Monate sind seit der Bundestagswahl vergangen - endlich soll in der kommenden Woche nun eine Regierung stehen. Die Vorfreude darauf ist aber begrenzt. Zwei höchst ungleiche Partner gehen an den Start. Ein Kommentar.

Zum vierten Mal Kanzlerin, zum dritten Mal mit Unterstützung der SPD: Keine CDU-Politikerin hat den Genossen so viel zu verdanken wie Angela Merkel. Wenn sie am 14. März im Bundestag gewählt wird, zieht sie mit CDU-Größen wie Konrad Adenauer und Helmut Kohl gleich. Entsprechend fröhlich geht sie nun an Werk.

Die SPD, die natürlich lieber einen Kanzler aus den eigenen Reihen wählen würde, ist aber nicht nur in der ungeliebten Rolle der Mehrheitsbeschafferin. Sie hat darüber hinaus auch ein großes Problem mit der Basis. Immerhin hat trotz der vielen Regierungsposten für die Sozialdemokraten ein Drittel der Mitglieder gegen eine Neuauflage der Groko gestimmt.

Die SPD-Minister in der künftigen Regierung stehen deshalb unter besonders strenger Beobachtung. Ihr Schicksal und das der Partei steht und fällt damit, dass sie eins zu eins einlösen können, was im Koalitionsvertrag vereinbart ist – je eher, desto besser.

Entscheidend wird dann sein, die Erfolge auch als solche zu verkaufen und sie nicht wieder auf typische Genossenart kleinzureden. Denn es stimmt nicht, dass Merkel und die Groko die größten Probleme der Sozialdemokraten sind. Ihre größten Schwierigkeiten bereiten sie sich selbst – auch, indem sie sich an vielen Problemen abarbeiten, aber kein großes zentrales Thema definieren wie etwa die Zukunft der Arbeit.


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