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Staatsschutz ermittelt Farbbeutel-Attacken auf türkische Botschaft in Berlin

Von dpa


Berlin. Die türkische Militäroffensive gegen die Kurdenmiliz YPG im nordsyrischen Afrin führt auch in Deutschland zu Protesten. Ist das auch der Hintergrund für eine morgendliche Farbbeutelattacke gegen die türkische Botschaft in Berlin?

Nach einer Farbbeutel-Attacke gegen die türkische Botschaft in Berlin-Mitte ermittelt der polizeiliche Staatsschutz. „Wir gehen von einer politisch motivierten Tat aus“, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

Die türkische Botschaft verurteilte die Attacke auf Twitter und vermutete dahinter „Sympathisanten der Terrororganisation“. Weiter hieß es: „Wir erwarten, dass die deutschen Sicherheitsbehörden die Ermittlungen schnellstmöglich zum Abschluss bringen. Zudem erwarten wir, dass die Täter gefasst und zur Rechenschaft gezogen werden.“

Am Morgen hatten nach Polizeiangaben Unbekannte zunächst auf der Tiergartenstraße an der Botschaft einen Nebeltopf gezündet. Aus dem Nebel seien drei oder vier vermummte Personen gekommen, hätten die Farbbeutel geworfen und seien dann unerkannt geflüchtet, hieß es zu den bisherigen Ermittlungen. In welchem politischen Spektrum die Täter vermutet werden, blieb offen.

Die Farbbeutel trafen die Fassade sowie mindestens ein Fenster der Botschaft. Die verwendeten Farben Rot, Grün und Gelb könnten auf die kurdische Flagge schließen lassen. In den vergangenen Tagen hatten Kurden in mehreren deutschen Städten gegen die türkischen Artillerie-Angriffe auf die kurdische Stadt Afrin in Nordsyrien demonstriert.

Spezialisten des Landeskriminalamtes sicherten Spuren. Die Straße vor der Botschaft sowie der Zugang zum Gebäude wurden vorübergehend gesperrt. Es seien Beweismittel sichergestellt worden, sagte ein Polizeisprecher. Nach seinen Angaben hat zudem ein Taxifahrer in einem Gebüsch ein bengalisches Feuer brennen sehen.