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16.02.2018, 17:26 Uhr KOMMENTAR ZUR SPD

Mit Andrea Nahles wird nur das Jammern der SPD niveauloser

Kommentar von Michael Clasen

Sie soll die SPD retten: Andrea Nahles, Fraktionsvorsitzende der SPD im Bundestag, beim politischen Ascherdonnerstag der Augsburger SPD. Foto: dpaSie soll die SPD retten: Andrea Nahles, Fraktionsvorsitzende der SPD im Bundestag, beim politischen Ascherdonnerstag der Augsburger SPD. Foto: dpa

Osnabrück. Die Partei von Willy Brandt und Helmut Schmidt liegt jetzt bei 16 Prozent –noch knapp vor der AfD. Das reicht, um nicht zu sterben, aber es ist zu wenig, um als Volkspartei zu überleben. Das Dahinsiechen der SPD hat nicht unter Martin Schulz begonnen. Der Umfaller des Jahres hat den Niedergang nur beschleunigt.

Vielleicht war Gerhard Schröder die letzte Führungspersönlichkeit der Partei, die ein Gespür für die Sorgen der Basis hatte. Heute geben zu viele Karrieristen den Ton an, politisch korrekt, aber opportunistisch und planlos. Die SPD war nie eine Flüchtlings- oder Arbeitslosenpartei. Die SPD war stets eine Arbeiterpartei. Dieser Markenkern ist durch Fehlentscheidungen, Skandale und Vertrauensbrüche verloren gegangen.

Jüngstes Beispiel: die Groko-Verhandlung. Da erweckt die SPD den Eindruck, f ür einen verstärkten Familiennachzug von Flüchtlingen zu kämpfen. Doch will das die Mehrheit im Land? Oder wünschen sich Beschäftigte und Familien nicht eher sichere Grenzen und eine spürbare Senkung der Steuerlast?

Nahles steht zu weit links von der Mitte

Sollte Andrea Nahles an die Spitze der über 150 Jahre alten Partei gewählt werden, wird der Niedergang nicht gestoppt. Dafür steht Nahles zu weit links von der Mitte. Das Jammern der Genossen wird unter Nahles nur niveauloser.


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