Nach Rundfunk- nun Verkehrsabgabe? Gratis-ÖPNV: Steuerzahlerbund warnt vor Nachteilen in ländlichen Regionen

Von Burkhard Ewert

Öfter mal den Bus nehmen? Wie denn, wenn auf dem Land kaum einer kommt. Zahlen müssten die Bürger dort für den Nahverkehr in Metropolen trotzdem. Foto: dpaÖfter mal den Bus nehmen? Wie denn, wenn auf dem Land kaum einer kommt. Zahlen müssten die Bürger dort für den Nahverkehr in Metropolen trotzdem. Foto: dpa

Osnabrück. Der Bund der Steuerzahler warnt vor der Idee eines kostenlos angebotenen öffentlichen Personennahverkehrs. Nach der nutzungsunabhängigen Rundfunkabgabe drohe Ähnliches nun für den ÖPNV.

In einem Gespräch mit unserer Redaktion sagte Verbandspräsident Reiner Holznagel, „Tatsache ist, dass der öffentliche Personennahverkehr nicht kostenlos ist und auch nie sein wird“. Schon heute flössen erhebliche Steuermittel in den Bereich. Den Anteil zu erhöhen oder das System komplett über Steuern zu finanzieren, würde in den Großstädten wohl manchen Bürger freuen. „Bitter wird es aber für die Steuerzahler auf dem Land, denn sie zahlen für eine Dienstleistung, die sie wahrscheinlich nicht bekommen werden“, erklärte Holznagel. „Vielleicht wird neben der Rundfunkabgabe dann auch die Verkehrsabgabe fällig“, zog der Steuerzahlerpräsident eine Parallele zur nutzungsunabhängigen Zwangsgebühr für die öffentlich-rechtlichen Sender.

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