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14.02.2018, 17:31 Uhr KOMMENTAR

Westen muss militärische Vormachtstellung halten

Von Michael Clasen


Die USA sind weiterhin die stärkste Militärmacht der Welt. China versucht aufzuholen. Foto: dpaDie USA sind weiterhin die stärkste Militärmacht der Welt. China versucht aufzuholen. Foto: dpa

Osnabrück. China und Russland mühen sich ab, bei der Aufrüstung mit den USA gleichzuziehen. Vor allem Peking will die Weltmacht nicht nur ökonomisch, sondern auch militärisch in absehbarer Zukunft überholen.

Doch ob das der Diktatur gelingen wird, ist fraglich. China ist zweifelsohne stark. Aber es könnte nur die geostrategische Vormachtstellung erlangen, wenn der Westen beginnt, sich selbst zu schwächen.

Die USA, ihre asiatischen und meisten europäischen Verbündeten sind nicht bereit, militärisch ins Hintertreffen zu geraten. Sie wissen: Freiheit, Demokratie und Wohlstand sind untrennbar mit einer stabilen Sicherheitsarchitektur verbunden. Dazu gehört, auf mögliche Bedrohungen angemessen zu reagieren. Das können Anti-Terror-Operationen und Stabilisierungsmissionen in zerfallenden Staaten sein. Aber auch atomar oder konventionell geführte Kriege sind nicht auszuschließen. Oder wer weiß, wer in zehn Jahren in Peking, Moskau, Pjöngjang oder Teheran herrscht? Trachten Diktatoren nur aus Spaß nach Atombomben?

Nur Deutschland macht da eine Ausnahme

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Nur Deutschland macht da eine Ausnahme. Hier gilt: Pazifismus gut, Militär blöd. Vielleicht wegen der schrecklichen Geschichte besteht insgeheim der Wunsch, eine zweite Schweiz zu werden. Der miserable Zustand der Bundeswehr und der Streit um den niedrigen Nato-Beitrag der Deutschen zeugen von diesem gefährlichen Traum.


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