„Basta-Politik beenden“ Linken-Chefin: Start von Nahles ist missglückt

Von Beate Tenfelde

Die Bundesvorsitzende der Linken, Katja Kipping, sieht einen Fehlstart bei der SPD. Foto: dpaDie Bundesvorsitzende der Linken, Katja Kipping, sieht einen Fehlstart bei der SPD. Foto: dpa

Osnabrück. Linken-Chefin Katja Kipping hält den Start von SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles als mögliche Parteichefin für „missglückt“.

Die SPD-Spitze habe offenbar „noch nicht verinnerlicht“, dass ein „Ende der Basta-Politik“ überfällig sei, sagte Kipping unserer Redaktion. Entscheidungen in Spitzengremien nach dem Prinzip „Top Down“ seien „ selten demokratisch“, kritisierte die Linken-Chefin. Zur gelebten, innerparteilichen Demokratie in der SPD gehöre der „dringend notwendige Bruch mit der Politik der Agenda-Männer“ und das „ Ende des Durchregierens“.

Der Vorstand und das Präsidium der SPD hatte Nahles jeweils einstimmig als neue Bundesvorsitzende nomnieet. . Sie soll von einem Sonderparteitag am 22. April in Wiesbaden gewählt werden. Nahles hat aber bereits zwei Gegenkandidaten. Nach Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange hat Dithmarschens SPD-Vize-Kreischef Dirk Diedrich sich als weiterer Gegenkandidat von Andrea Nahles im Rennen um den Bundesvorsitz gemeldet. „Ein Beweggrund ist, dass wir in Deutschland eine gelebte Demokratie haben“, sagte Diedrich . Der Erneuerungsprozess seiner Partei dürfe nicht bedeuten, „dass per Akklamation von oben der nächste Kandidat festgelegt wird“.