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12.02.2018, 17:35 Uhr KOMMENTAR

Skifahren in Mittelgebirgen: Wandel ist nötig

Kommentar von Stefanie Witte

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Osnabrück. Sogar in der Wüste kann man Ski fahren. Im Emirat Dubai ist die längste Skipiste in einem Einkaufszentrum 400 Meter lang. Das ist absurd, dekadent, umweltschädlich.

Ein Beispiel für Konsumwahn und ein Beweis dafür, dass sich mit Geld vieles machen lässt.

Ein derartiger Kontrast lässt sich im deutschen Wintersport noch nicht beobachten. Aber es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis Skifahren in vielen Regionen hierzulande ähnlich künstlich wirken wird. Dann lässt sich auch in den Mittelgebirgen nur noch auf weißen Korridoren in grüner Landschaft fahren. Es ist sinnvoll und notwendig, dass sich der Tourismus anpasst und nicht mehr nur auf Sport im Schnee, sondern immer stärker auf Wanderer, Familien und Wellnessgäste setzt.

So wie an der Nordsee niemand auf die Idee kommen würde, mit Delfinen schwimmen zu wollen, könnte es bald ebenso ungewöhnlich sein, in mittleren deutschen Lagen auf Skiern zu stehen. Am Status quo festhalten zu wollen hilft nicht weiter. Schneekanonen verbrauchen Unmengen an Wasser und Energie. Je mehr der Mensch hier versucht, gegen die Natur zu arbeiten, desto mehr schädigt er sie und sorgt für neue Probleme.


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