„“Sechs Prozent sind zu viel“ Städtetag weist Tarifforderung von Verdi zurück

Von Beate Tenfelde

Die Vize-Hauptgeschäftsführerin des Städtetags,  Verena Göppert, kritisiert überhöhte Verdie-Forderungen: Foto: BlumrichDie Vize-Hauptgeschäftsführerin des Städtetags, Verena Göppert, kritisiert überhöhte Verdie-Forderungen: Foto: Blumrich

Osnabrück. Der Deutsche Städtetag hält die Tarifforderung der Gewerkschaften von sechs Prozent für zu hoch. Nach wie vor stüden viele Städte finanziell mit dem Rücken zur Wand.

„ Das lässt eine Steigerung der Personalkosten nur in begrenztem Maße zu“, sagte Vize-Hauptgeschäftsführerin Verena Göppert unserer Redaktion. Der Wunsch der Gewerkschaften Verdi, DBB Beamtenbund und Tarifunion sei nachvollziehbar, auch die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst an einer guten wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland teilhaben zu lassen. Die Städte als Arbeitgeber wollten eine Lohnsteigerung auch keinesfalls verwehren. „Die Gewerkschaften starten jedoch mit Forderungen in die Tarifrunde, die für viele Städte nicht zu erfüllen sind“, betonte Göppert.

Die kommunalen Kassenkredite hätten bundesweit eine Höhe von fast 50 Milliarden Euro erreicht. Laut Städtetag wachsen zudem die kommunalen Ausgaben weiterhin deutlich schneller als die Wirtschaftsleistung in Deutschland. Das gelte gerade bei den Sozialausgaben. „Diese Ausgaben sind für den Zusammenhalt der Gesellschaft notwendig und können nicht beliebig gekürzt werden“, erklärte Göppert und verwies auf den beschränkten finanziellen Spielraum vieler Kommunen. Zusätzlich bedrohe die unsichere Zukunft der Grundsteuer das kommunale Finanzgefüge.