„Jetzt wollen wir alle mal duschen“ Erste Reaktionen zu den Groko-Ergebnissen

Von Maximilian Matthies

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Peter Altmaier (CDU), derzeit noch Chef des Bundeskanzleramtes, äußerte sich erleichtert über das Ergebnis der Gespräche. Außerdem freue er sich auf eine Dusche. Neben Medienvertretern hatten sich auch Demonstranten vor der CDU-Parteizentrale eingefunden. Foto: dpaPeter Altmaier (CDU), derzeit noch Chef des Bundeskanzleramtes, äußerte sich erleichtert über das Ergebnis der Gespräche. Außerdem freue er sich auf eine Dusche. Neben Medienvertretern hatten sich auch Demonstranten vor der CDU-Parteizentrale eingefunden. Foto: dpa 

Berlin. Nach dem Verhandlungsmarathon über eine künftige Große Koalition freut sich Peter Altmaier (CDU) auf eine Dusche. Kritik am neuen Koalitionsvertrag von Union und SPD gibt es auch. Ein Überblick der Reaktionen.

Die Ergebnisse des Verhandlungsmarathons mit der SPD sind nach Worten von Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) gut für das Land. „Wir haben einen Koalitionsvertrag, der für sehr sehr viele Bürgerinnen und Bürger Positives bedeutet“, sagte Altmaier am Mittwochvormittag nach den Gesprächen in der CDU-Zentrale in Berlin. Die Chance sei sehr groß, bald eine neue Bundesregierung zu haben. „Und jetzt wollen wir alle mal duschen, denn wir haben lang und hart die letzten Stunden verhandelt.“

Vor allem, dass CSU-Chef Horst Seehofer neuer Innenminister werden könnte, sorgt in den sozialen Netzwerken für viele Reaktionen. Außerdem stört einige Netz-Kommentatoren, dass „wir wollen“ im Koalitionsvertrag, Aufregung herrscht auch darüber, dass die SPD als Juniorpartner in einer Großen Koalition drei Top-Ministerien erhält. Bis am Mittwoch eine Einigung über den Koalitionsvertrag erzielt wurde und die Ressortverteilung klar war, hatten sich die Verhandlungen mehrere Male verzögert.

Die Netz-Reaktionen im Überblick:

Zu Horst Seehofer





Zum Koalitionsvertrag



CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat die Einigung mit der SPD auf einen Koalitionsvertrag gelobt. Man sei raus aus den Schützengräben gekommen, es sei gelungen, die Konflikte aufzulösen, sagte Dobrindt am Mittwoch nach dem Verhandlungsmarathon in der CDU-Zentrale in Berlin. „Und ich glaube, es ist auch Zeit geworden, dass wir die Aussicht auf eine Regierung in Deutschland haben. Von daher: Ein guter Morgen.“

Sieben lächelnde Sozialdemokraten: Die SPD-Spitze hat ihre Partei mit einem Gruppenfoto darüber informiert, dass der Koalitionsvertrag mit der Union steht. „Müde. Aber zufrieden. Der Vertrag steht! Endlich.“, hieß es am Mittwoch in einer Nachricht, die die SPD über Whatsapp verschickte. Es würden nun noch „die letzten Details“ eingearbeitet.

Auf dem Foto dazu sind Parteichef Martin Schulz und Fraktionschefin Andrea Nahles mit Generalsekretär Lars Klingbeil, dem Parlamentarischer Geschäftsführer Carsten Schneider, den Ministerpräsidentinnen Manuela Schwesig aus Mecklenburg-Vorpommern und Malu Dreyer aus Rheinland-Pfalz und Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz zu sehen, der Finanzminister in einer neuen Großen Koalition werden soll.

Als Scholz am Mittwochvormittag nach mehr als 24-stündiger Verhandlung die CDU-Zentrale in Berlin verließ, erwiderte er auf die Frage, wie es ihm gehe, knapp: „Ganz gut, ich schlafe mal jetzt.“

(Mit dpa)

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