„Kiffen kein Freizeitvergnügen“ Bundesärztekammer gegen Cannabis-Legalisierung

Von Stefanie Witte

Die Bundesärztekammer spricht sich gegen den Vorstoß aus, Cannabis zu legalisieren. Foto: dpaDie Bundesärztekammer spricht sich gegen den Vorstoß aus, Cannabis zu legalisieren. Foto: dpa

Osnabrück. Die Bundesärztekammer spricht sich gegen den Vorstoß aus, Cannabis zu legalisieren. „Kiffen ist kein harmloses Freizeitvergnügen“, kritisierte Erik Bodendieck, Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Sucht und Drogen“ der Bundesärztekammer im Gespräch mit unserer Redaktion.

Das bestätige auch eine aktuelle Studie der Ludwig-Maximilians-Universität im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums. Cannabis könne demnach negative psychische, organische und soziale Effekte haben. Besonders für junge Konsumenten sei das Risiko hoch. „Cannabis kann abhängig machen – gerade auch in Hinblick auf die in den letzten Jahren stark angestiegenen THC-Gehalte der verwendeten Pflanzen“, warnte Bodendieck. „Es ist wichtig, die Bevölkerung besser über die negativen Auswirkungen der Droge zu informieren.“ Die Bundesärztekammer werde weiterhin intervenieren, wenn es um die Freigabe von Cannabis zum Freizeitgebrauch gehe.