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04.02.2018, 19:13 Uhr KOMMENTAR ZU ATOMWAFFEN

Trump sollte den Dialog mit Putin suchen

Kommentar von Michael Clasen

Die USS Pennsylvania (SSBN 735) läuft in den Heimathafen, die Marinebasis Kitsap-Bangor, ein. Das U-Boot der Ohio-Klasse ist eines von acht U-Booten mit ballistischen Raketen, die die US-Marine in der Basis stationiert hat. Die US-Regierung will nach eigenen Angaben eine „kleine Zahl“ existierender Atomsprengköpfe von U-Boot-gestützten Langstreckenraketen umrüsten, um über eine Variante mit geringerer Sprengkraft zu verfügen.Die USS Pennsylvania (SSBN 735) läuft in den Heimathafen, die Marinebasis Kitsap-Bangor, ein. Das U-Boot der Ohio-Klasse ist eines von acht U-Booten mit ballistischen Raketen, die die US-Marine in der Basis stationiert hat. Die US-Regierung will nach eigenen Angaben eine „kleine Zahl“ existierender Atomsprengköpfe von U-Boot-gestützten Langstreckenraketen umrüsten, um über eine Variante mit geringerer Sprengkraft zu verfügen.

Osnabrück. Atomwaffen sind für die Welt ein Fluch. Man wünscht sich, sie wären nie erfunden worden. Doch die Realität ist eine andere. Sie zu ignorieren wäre fahrlässig, ja brandgefährlich für die Sicherheit des Westens.

Denn solange Mächte wie Russland und China Nuklearwaffen besitzen und Atomköpfe bei Diktatoren wie Kim Jong Un lagern, benötigen die USA Mittel zur Abschreckung.

Das sah übrigens auch Barack Obama so. Zwar hat der ehemalige US-Präsident für seine Vision von einer atomwaffenfreien Welt geworben und dafür – vielleicht zu Unrecht – den Friedensnobelpreis erhalten. Doch die neue Nuklearstrategie der Administration von US-Präsident Donald Trump setzt in weiten Teilen die Rüstungsprogramme Obamas fort. Das heißt vor allem: Modernisierung des Arsenals und Festhalten an der atomaren Abschreckung als zentralem Teil der US-Verteidigungspolitik.

Die gewaltsame Krim-Annexion ist noch nicht vergessen

Dass in dem neuen Strategiepapier Russland stärker in den Fokus gerät, sollte nicht überbewertet werden. Moskau nimmt es mit Abrüstungsvereinbarungen nicht mehr so genau. Auch die gewaltsame Krim-Annexion ist noch nicht vergessen. Trump sollte ungeachtet dessen und allen innenpolitischen Turbulenzen zum Trotz den Dialog mit Präsident Putin suchen. Einen neuen Kalten Krieg, wie er sich in den vergangenen Jahren wieder angebahnt hat, gilt es zu verhindern.


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