„Aber Rückschläge drohen“ Lehrerverband: Pisa-Ergebnisse eine Ermutigung

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Deutschland holt auf. Das zeigt eine aktuelle Pisa-Sonderauswertung. Grafik:dpaDeutschland holt auf. Das zeigt eine aktuelle Pisa-Sonderauswertung. Grafik:dpa

Osnabrück. Der Deutsche Lehrerverband hat bessere Pisa-Ergebnisse für sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler als Ermutigung bezeichnet.

„Die aktuelle Auswertung ist erfreulich, die Erklärungsmuster aber sind teilweise bildungsideologisch aufgeladen“, sagte Verbandschef Heinz-Peter Meidinger unserer Redaktion. So werde die Tatsache, dass es für Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern außerhalb des Unterrichts mehr Angebote gebe, als Beleg gewertet, dass Ganztagsschulen grundsätzlich gut für Bildungsgerechtigkeit seien. „Das ist problematisch, denn zur Ganztagsbetreuung wurden gar keine Pisa-Daten erhoben“, erklärte Meidinger. Er befürchtet außerdem Rückschläge, wenn der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund in einer Klasse zu hoch ist. „Auch das wird in der Studie nicht thematisiert“, beanstandete der Vorsitzende des Deutschen Lehrerverbands.

Deutschland holt auf. Das zeigt eine aktuelle Pisa-Sonderauswertung. Grafik: dpa

Laut einer neuen PISA-Sonderauswertung „Resilienz“ haben sozial benachteiligte Schüler in Deutschland deutlich aufgeholt. Nach nur jedem vierten betroffenen Schüler im Jahr 2006 erzielte 2015 fast jeder dritte dieser Schüler (32,3 Prozent) solide Leistungen, wie OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher in Berlin sagte. Der Anteil der gut abschneidenden Schüler mit schwieriger sozialer, wirtschaftlicher Ausgangslage sei so stark gewachsen wie in kaum einem anderen Land der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).


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