Vor SPD-Mitgliederentscheid Jusos planen bundesweite Kampagne gegen Große Koalition

Von dpa

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Berlin. Nach der knappen Entscheidung der SPD für Koalitionsverhandlungen mit der Union will der Wortführer der GroKo-Gegner, Juso-Chef Kevin Kühnert, weiter Widerstand mobilisieren.

„Für uns beginnt jetzt erst der große Teil der Arbeit. Wir wollen die Mitglieder davon überzeugen, dass unser Weg der richtige ist – und ich glaube, dass wir das schaffen können“, sagte Kühnert dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag). „Sobald der Entwurf für den Koalitionsvertrag vorliegt, werden wir Jusos in ganz Deutschland Veranstaltungen machen und für unsere Position werben.“

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Kämpferisch gibt sich auch der Juso-Chef in NRW, Frederick Cordes. „Jetzt gilt es, möglichst viele GroKo-Kritiker in die Partei zu holen, damit wir beim Mitgliederentscheid das Ergebnis sprengen können“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Montag). Über einen möglichen Koalitionsvertrag stimmen am Ende die mehr als 440.000 SPD-Mitglieder ab, sie haben damit das letzte Wort.

„Wir planen eine möglichst bundesweite Kampagne nach dem Motto „einen Zehner gegen die GroKo““, kündigte Cordes an. So teuer sei der Mitgliedsbeitrag für zwei Monate. „Und wenn wir uns durchsetzen, bleiben bestimmt viele Neumitglieder der SPD erhalten.“

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