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15.01.2018, 15:13 Uhr KOMMENTAR

Papstreise: Große Herausforderungen

Ein Kommentar von Stefanie Witte


Der Papst brach am Montagmorgen nach Lateinamerika auf. Foto: dpaDer Papst brach am Montagmorgen nach Lateinamerika auf. Foto: dpa

Osnabrück. Die Vatikanmaschine rollt an: Der Papst reist nach Lateinamerika und mit ihm sind nicht nur Pressetross und Mitarbeiter unterwegs, sondern auch tausende Gläubige, an den großen Messen in Peru und Chile teilnehmen wollen.

Eigentlich ein gemütliches Heimspiel, möchte man meinen, schließlich ist Papst Franziskus gebürtiger Argentinier. Dass sich der Pontifex auch diesen Besuch alles andere als einfach macht, zeigten jedoch schon die ersten Stunden im Flugzeug: Da verteilte der Vatikansprecher das Foto eines kleinen Jungen, der seinen toten Bruder nach dem Atombombenabwurf auf Nagasaki zu einem Krematorium brachte. Erste Botschaft: Der Papst hat Angst vor einem Atomkrieg und warnt vor den Folgen aktueller Außenpolitik. Auf diesem Level wird es weitergehen. Im umfangreichen Reiseprogramm stehen Begegnungen mit Migranten, Indios und Vertretern des Klerus‘, die in Peru und Chile ihrerseits unter Druck stehen. In Chile wurden am Wochenende mehrere Brandanschläge gegen Kirchen verübt. Außerdem orientieren identifizieren sich immer mehr Gläubige mit Evangelikalen oder verstehen sich als Agnostiker.

Aber auch die Taktung der Lateinamerikareise hat es in sich. Immerhin sind hier alle Kameras auf einen Menschen gerichtet, der das Rentenalter lange überschritten hat. Allein am Freitag stehen acht Termine und zwei Flüge im Programm.


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