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12.01.2018, 17:20 Uhr KOMMENTAR

Facebook und die Probleme mit Fake-News und Katzenfotos

Kommentar von Michael Clasen

In oder out? Facebook will dem User wieder mehr Infos von Freunden oder Familienmitgliedern zeigen. Foto: AFPIn oder out? Facebook will dem User wieder mehr Infos von Freunden oder Familienmitgliedern zeigen. Foto: AFP

Osnabrück. Es ist erstaunlich und ebenso erschreckend, wie die Macht eines Mark Zuckerbergs zu einer digitalen Übermacht angeschwollen ist.

Beschließt der 33-Jährige wie jetzt eine Änderung der Algorithmen, ist das für sein Heer an Programmierern eine kleinere Operation. Doch er beeinflusst damit den Informationsfluss von mittlerweile zwei Milliarden Menschen rund um den Globus.

Die Internetgemeinde wird erwachsener

Dass ausgerechnet dieser Erfolg Facebook zum Verhängnis werden kann, ist nicht frei von Ironie. Je mehr Einfluss das soziale Netzwerk auf sich konzentriert, desto stärker schwindet seine Akzeptanz in Europa und den USA. Der Streit um Fake News und Hass-Kommentare zeugt davon. Die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, Nachricht und Lobbybeitrag verschwimmen. Die Glaubwürdigkeitskrise ist für Facebook auch eine wirtschaftliche Gefahr. Kehren immer mehr User der Plattform den Rücken, droht das Aus. Zuckerberg steuert gegen. Weniger Politik und Werbung soll es nun geben, dafür mehr Infos von Familie und Freunden. So will Facebook relevant bleiben.

Doch der Hype um Katzenfotos oder den Beziehungsstatus der Nachbarin aus den Anfangszeiten ist Geschichte. Die Internetgemeinde wird erwachsener. Zuckerberg selbst hat das kommen sehen. Die Zukäufe von Instagram und Whatsapp erweisen sich für den Konzern als goldrichtig.


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