„Das setzt Jobs aufs Spiel“ Handwerk warnt: Steuerschraube nicht anziehen

Von Beate Tenfelde

Der Generalsekretär des deutschen Handwerks, Holger Schwannecke,  warnt vor Eingriffen bei der Einkommenssteuer. Das gefährde Arbeitsplätze.Foto: imago/Reiner ZensenDer Generalsekretär des deutschen Handwerks, Holger Schwannecke, warnt vor Eingriffen bei der Einkommenssteuer. Das gefährde Arbeitsplätze.Foto: imago/Reiner Zensen

Osnabrück. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat die Sondierer von SPD und Union dringend vor einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes in der Einkommensteuer gewarnt.

„Wer die Steuerschraube anzieht, setzt Arbeitsplätze gerade in mittelständischen Betrieben aufs Spiel und handelt damit gegen alle wirtschaftliche Vernunft“, sagte Generalsekretär Holger Schwannecke unserer Redaktion. Es sei „ein Unding“, in Zeiten voller öffentlicher Kassen und jährlich steigender Einnahmen bei der Einkommensteuer an höhere Sätze zu denken. Das gelte umso mehr, als in vielen Ländern die Steuern gerade gesenkt würden, mahnte der Generalsekretär.

Er wies darauf hin, dass die mehrheitlich familiengeführten Handwerksbetriebe Einzelunternehmen und Personengesellschaften sind, deren Gewinne der Einkommensteuer unterliegen. „Wer diese Personenunternehmen in ihrer Investitionskraft hemmt, schwächt das Rückgrat unserer Wirtschaft“, kritisierte Schwannecke. Ein höherer Spitzensteuersatz mache Personengesellschaften unattraktiver gegenüber Kapitalgesellschaften. „Das wird nachteilig für die Struktur der deutschen Unternehmenslandschaft sein, damit lösen wir uns von dem Unternehmerleitbild des persönlich haftenden Unternehmers“, warnte der Vertreter des Handwerks.