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10.01.2018, 17:47 Uhr KOMMENTAR

Der Inhalt muss stimmen

Ein Kommentar von Nina Brinkmann


Sorgte während des Wahlkampfes mit modelartigen Fotos von sich für Furore: FDP-Chef Christian Lindner. Foto: dpaSorgte während des Wahlkampfes mit modelartigen Fotos von sich für Furore: FDP-Chef Christian Lindner. Foto: dpa

Osnabrück. Eine Studie sagt, dass attraktive Politiker mehr Wählerstimmen bekommen. Äußerlichkeiten wurden auch in der Politik schon immer besonders begutachtet. Ein Kommentar.

Geahnt hat man es ja schon lange: Schöne Menschen haben es einfacher im Leben. Wie eine Studie zeigt, müssen Politiker nur attraktiv sein, schon steigt ihre Chance auf Wählerstimmen. Die Sache, wie sie mit ihrer Attraktivität umgehen, ist aber eine andere. Allein darauf sollten sie sich nicht verlassen.

Viele belächelten es, als ganz Deutschland mit modelartigen Fotos von FDP-Chef Christian Lindner plakatiert wurde. Am Ende bekam die FDP 10,7 Prozent der Stimmen. Ein Ergebnis, das sich durchaus sehen lassen kann. Wie viel Einfluss die Lindner-Bilder darauf hatten, lässt sich allerdings schwer beurteilen. Aber schon vor 50 Jahren machte sich ein gutes Aussehen bezahlt, als John F. Kennedy in den USA das politische Parkett betrat und sich im Kampf ums Präsidentenamt gegen Richard Nixon durchsetzte. Kennedy kam bei den Leuten, auch aufgrund seines guten Aussehens, besser an. Äußerlichkeiten wurden schon immer besonders begutachtet. Das ist keine neue Erkenntnis. So war es nach dem TV-Duell zwischen Angela Merkel und Martin Schulz anscheinend wichtig, auch über Schulz‘ Krawattenfarbe und Merkels Blazerwahl zu berichten.

Die Wähler sollten aber im Hinterkopf haben, dass eine schöne Verpackung nicht entscheidend ist. Der Inhalt muss stimmen.


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