Kampf gegen Klimawandel Neben dem Klima auch die Arten schützen

Meinung – Uwe Westdörp | 15.09.2019, 18:48 Uhr

Es wird ernst beim Klimaschutz: Bürger und Unternehmen müssen sich auf eine Vielzahl von Änderungen einstellen. Die Bundesregierung plant ein Programm aus Anreizen, aber auch Belastungen. Es wird nicht das letzte sein. Denn der Klimawandel ist nicht das einzige grundlegende Problem bei der Erhaltung unserer Lebensgrundlagen. Auch um den Artenschutz steht es schlecht. Ein Kommentar.

Welch ein Drama: Unsere Lebensweise überfordert die Erde massiv. Die Menschen verbrauchen deutlich mehr natürliche Ressourcen als regelmäßig entstehen. Machten sie weiter wie heute, bräuchten sie eigentlich die Naturgüter von 1,7 Erden. Eine zweite Erde gibt es aber bekanntlich nicht. Also hilft nur eines: sparsamer Umgang mit dem, was zur Verfügung steht, zum Beispiel Wasser.

Wenn selbst in relativ gemäßigten mitteleuropäischen Breiten wie Deutschland mit Konflikten ums Wasser zu rechnen ist, dann zeigt dies: Niemand kann sich den Problemen mehr entziehen. Es ist allerhöchste Zeit umzusteuern. Und das wird teuer.

Das Klimapaket, das die Koalition jetzt auf den Weg bringen will, ist lediglich eine von vielen Herausforderungen. Nur große Optimisten glauben, dass die geplanten Maßnahmen, darunter 40 Milliarden Euro für Förderprojekte, ausreichen werden, die selbst gesteckten oder international vereinbarten Klimaziele zu erreichen. Aber das Programm ist wenigstens ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

Dem müssen dringend weitere Fortschritte folgen. Denn nicht nur der Klimawandel hat bedrohliches Potenzial, auch das massive Artensterben bereitet Experten immer größere Sorgen. Und hier wie da geht es ums Ganze – darum, die Lebensgrundlagen der Menschheit zu erhalten.

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