zuletzt aktualisiert vor

„Brauchen erfahrenen Coach“ Panthers: Nach Aufstieg jetzt die Trennung von Erfolgstrainerin - Ballhaus: Herabwürdigung meiner Arbeit

Meine Nachrichten

Um das Thema Panthers Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

<em>Trainer</em> Christian Kaiser.Trainer Christian Kaiser.

Osnabrück. Den Traum wahr gemacht und nicht mehr im Amt! Was sich wie ein Widerspruch anhört, ist seit gestern Realität: Hanna Ballhaus ist nicht mehr Trainerin der OKE Panthers. Was wie eine Bombe einschlug, liest sich in einer Erklärung des OSC so: „Es fehlt ihr die Erfahrung in der Ersten Liga. Wir sind der Ansicht, dass die Aufstiegsmannschaft einen erfahrenen Trainer braucht.“

Zu detaillierten Gründen dafür, die Zusammenarbeit mit einer erfolgreichen Trainerin nach zwei Jahren nicht zu verlängern, gibt es offiziell keine Erklärungen vom OSC, dessen Vorsitzender Thomas Levien freilich betont: „Wir danken Hanna für ihre erfolgreiche Arbeit und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute.“

Da die engagierte Trainerin für den OSC mit dem OKE Panthers das ganz große Ziel Bundesliga erreicht hat, dürften die Gründe für die Trennung, sprich das Nicht-Verlängern des Vertrages, im privaten, zwischenmenschlichen Bereich liegen, doch dazu gibt es keine Erklärung, inwieweit die Chemie zwischen Team, Trainerin sowie Managerin Julia Riethmüller nicht mehr gepasst hat, sodass alles Weitere spekulativ ist und bleibt.

Tatsache ist die erfolgreiche Arbeit nicht nur mit dem Damenteam, das sich im dritten Play-off-Finalspiel gegen Rotenburg-Scheeßel durchgesetzt hatte. Die 28-Jährige machte sich zudem für die Jugendarbeit und Talentförderung stark, besonders bei der von ihr betreuten U15, ansonsten über die Vereinsebene hinaus bei Auswahlen auf Landesebene, was sie auch zuvor bereits tat in ihrer Zeit in Göttingen bzw. Rotenburg.

Auf die Trennung reagierte Ballhaus gestern am frühen Abend gefasst, „weil ich darauf emotional vorbereitet gewesen war“. Sie habe sich „sportlich nichts vorzuwerfen, denn wir sind in der 1. Liga, was das Ziel des Vereins war“. Dafür habe sie zusammen mit dem Team „so hart gearbeitet“, dass sie die Trennung nun als eine „Herabwürdigung ihrer Arbeit“ empfinde, ohne weiter auf Inhalte und Umstände einzugehen. Deshalb könne es nur private Gründe dafür geben, sie nicht als Trainerin zu behalten, was nach dem Erfolg naheliegend gewesen sei, doch sie wolle „keine schmutzige Wäsche waschen“.

Dabei ist Ballhaus, die nach eigenen Angaben bereits gestern erste Kontakte in andere Richtungen knüpfte, ab sofort freigestellt worden, sodass sie ihre Zelte in Osnabrück nach zwei Jahren abbrechen wird.

Bleiben wird Christian Kaiser als Kotrainer, während das Teammanagement mit Julia Riethmüller und Peter Abs Gespräche mit bisherigen Spielerinnen sowie Neuzugängen über Sabrina Ochs hinaus führt. Im Gespräch ist auch bereits ein Nachfolger für Ballhaus, der in der Ersten Liga tätig war.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN