Neuer Panthers-Trainer Mario Zurkowski: Von Bedingungen beim OSC überzeugt

Von Johannes Kapitza

Beim OSC in der Verantwortung: Mario Zurkowski (links) und sein Co-Trainer und Basketball-Koordinator Stefan Eggers. Foto: Helmut KemmeBeim OSC in der Verantwortung: Mario Zurkowski (links) und sein Co-Trainer und Basketball-Koordinator Stefan Eggers. Foto: Helmut Kemme

Am Donnerstagabend war Mario Zurkowski ausgiebig in Osnabrück. Der künftige Trainer der Zweitliga-Basketballerinnen des OSC besichtigte seine neue sportliche Heimat, ging mit Geschäftsführer Hendrik Witte und dem Basketball-Koordinator und seinem Co-Trainer in Personalunion, Stefan Eggers, essen und sah sich nach dem Abend in seiner Entscheidung bestätigt: „Eine tolle Anlage, tolle Trainingsbedingungen, ein nettes Umfeld und eine schöne Stadt“, lautete die Bilanz des 28-Jährigen.

Er habe sich nach der Anfrage des OSC einige Zeit Gedanken machen müssen, gibt Zurkowski zu. Schließlich habe er beim Herner TC, mit dessen U17-Mädchen er im vergangenen Jahr Deutscher Meister geworden war, „viel aufgebaut“. Ein unverbindliches Gespräch, in dem Witte und Eggers ihr Konzept vorstellten, hatte ihn dann überzeugt, „und wenn ich nicht schon zugesagt hätte, hätte mich spätestens der Besuch am Donnerstag positiv gestimmt“, sagt Zurkowski.

„Wunschtrainer“ des OSC

Der 28-Jährige ist für Eggers und den OSC der erklärte „Wunschtrainer“ als Nachfolger von Juliane Höhne. Dieser Vertrauensvorschuss sowie das passende „Gesamtpaket“ waren für Zurkowski schlüssige Argumente für den Sportclub. Der junge Trainer legt „sehr viel Wert auf die Defensive und eine intensive Verteidigung“. Geprägt ist sein Spielverständnis unter anderem von Heimo Förster. Unter dem früheren Bundesliga-Trainer (Bayer Giants Leverkusen) war Zurkowski Assistent bei ProB-Ligist BSV Wulfen. Offensiv setzt er auf „schnellen, teamorientierten Basketball. Ich glaube, das passt auch zu Osnabrück.“

2. Bundesliga gibt Raum, sich zu entwickeln

Zurkowskis Philosophie passt zu den Vorstellungen des Vereins, der in seinem Vorzeigeteam eigene Talente sehen will. „Ich arbeite gerne mit jungen deutschen Spielerinnen zusammen, die Lust haben, sich zu entwickeln“, sagt der 28-Jährige. „Das ist etwas, das mir Spaß macht. Jeder hat das Potenzial, sich zu entwickeln, egal in welchem Alter.“ Das ist auch die Grundlage bei der Zusammenstellung des Teams. „Die Gespräche mit Spielerinnen laufen. Ich denke, dass wir eine gute Mischung zusammenbekommen“, sagt Zurkowski, der die Ansprüche des OSC kennt, aber nicht als Druck sieht. Der Club erwartet, dass die Panthers in der 2. Bundesliga oben mitspielen und mittelfristig in die Bundesliga zurückkehren. „Ich glaube, dass die 2. Bundesliga einer Mannschaft mehr Raum gibt, sich zu entwickeln. Dort werden Fehler nicht sofort bestraft wie in der 1. Liga.“ Niederlagen müsse das Umfeld einkalkulieren, „aber mit jedem Fehler, den die Mannschaft macht, wird sie auch besser“. Wichtig sei, in der entscheidenden Saisonphase auf den Punkt da zu sein. Die Grundlagen dafür werden bereits lange vorher gelegt. „Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete“, sagt Zurkowski.

Mario Zurkowski: Ich lebe Basketball mit jeder Faser

Erst einmal muss der Kader stehen. „Dann kann ich auch endlich mal in Urlaub gehen. Den hatte ich schon lange nicht mehr“, sagt der Gelsenkirchener, der Sport mit Schwerpunkt Management studiert hat, im Masterstudium auf Wirtschaftswissenschaften umschwenkte und inzwischen als „Marketing und Sales“-Manager für ein Dortmunder Software-Unternehmen arbeitet. Das Traineramt beim OSC wird er nebenbei ausüben, aber sein Job steht dem sportlichen Engagement nicht im Wege. „Ich habe flexible Arbeitszeiten, und mein Arbeitgeber steht voll hinter mir und gibt mir Freiheiten.“ Eine gute Voraussetzung für Zurkowski, denn Basketball ist „das, was mich erfüllt“, sagt er über sich, „ich lebe Basketball mit jeder Faser“ – ab sofort in Diensten des OSC.