„Das ist eine Mannschaft“ Panthers gewinnen Spitzenspiel knapp gegen Wolfenbüttel

Von Ansgar Maßbaum

Jubel auf der Panthers-Bank über den knappen Heimsieg im Spitzenspiel gegen Wolfenbüttel. Foto: Hermann PentermannJubel auf der Panthers-Bank über den knappen Heimsieg im Spitzenspiel gegen Wolfenbüttel. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Nach der Schlusssirene lagen sich Mannschaft und Trainerteam in den Armen und jubelten ausgelassen. Die Zuschauer in der ausverkauften OSC-Halle hielt es schon Minuten vorher nicht mehr auf ihren Sitzen. Was war passiert? Mit dem 64:63 Heimsieg über Wolfpack Wolfenbüttel machten sich Osnabrücks Zweitliga Basketballfrauen am ersten Advent ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk und sind weiter Spitzenreiter.

Britta Worms, die nach der Partie nicht nur Tränen der Freude vergoss, sondern auch weil es ihr letztes Heimspiel im Dress der Raubkatzen war, wusste bei wem sie sich zu bedanken hatte: „Das war heute nicht unser bestes Spiel. Die Kulisse hat uns gepuscht und zum Sieg getragen“, sagte Worms und fügt an, „das entscheidende aber ist, dass wir als Team funktionieren, wo jeder für jeden kämpft und keiner das Spiel abschenkt.“

Schon frühzeitig wurde klar, das sich hier die defensivstärksten Teams gegenüberstehen. Wolfenbüttel spielte mit einer Ganzfeldpresse und wollte so das Panthersspiel im Aufbau stören. Osnabrück spielte ohne die am Oberschenkel verletzte Susanne Niehaus und die grippeerkrankte Juliane Höhne. Mit 18:15 ging das erste Viertel in einer schnellen und kampfbetonten Partie an die Panthers. Das zweite Viertel war geprägt durch Dreipunktwürfe des Wolfpack. Der vierte Dreier durch Leonie Rosemeyer in Minute 16 traf mitten ins Panthersherz (26:29). Eine enge Phase für den Tabellenführer. Die wendige Sharmaine Reaves (13 Punkte) und die überall auf dem Feld präsente Klaudia Grudzien (17 Punkte/ 9 Rebounds), schraubten die Führung bis zur Pause auf acht Zähler zum 28:36.

„In der Halbzeitpause haben wir der Mannschaft gesagt, dass sich alle den `Allerwertesten` aufreissen müssen, ansonsten geht das hier in die Hose“, beschrieb Panthers Coach Christian Kaiser die kurze Halbzeitansprache. Und die Panthers drehten auf. Worms traf mit der Shotclock, Melli Knopp versenkte den Ball im Fallen (36:39), Wiebke-Kropp Büttner traft mit Brett – mit 46:49 ging es ins Schlussviertel.

Dann die Schlüsselszene. Innerhalb von 30 Sekunden bekam Grudzien das vierte und fünfte Foul angehängt, Pace erzielte in der 36 Minute unter tosendem Jubel den 56:56 Ausgleich. 22 Sekunden vor Schluss setzten sich die Panthers dann sogar entscheidend auf 64:60 ab. Corinna Pöschel aber trifft noch einmal aus der Distanz zum 64:63. Pace versagten zwar beim Freiwurf die Nerven(0 von 4), dennoch blieb es beim Sieg. Trainer Kaiser wirkte fast gerührt nach dem Match: „Wir haben wieder alle reingeworfen. Das ist eine Mannschaft.“

Panthers: Melina Knopp (10 Punkte/ 1 3-er), Tonia Dölle, Alysa Horn (9), Annemarie Potratz, Wiebke Kropp-Büttner (6), Michelle Müller (4), Katrin Sokoll-Potratz (4), Juliane Höhne, Angela Pace (16), Marisa Koopmann, Britta Worms (15).


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