OSC verteidigt Tabellenführung 71:70 – Panthers siegen in der Verlängerung in Neuss

Von Ansgar Maßbaum

24 Punkte warf Britta Worms (rechts) für die Girolive-Panthers in Neuss. Archivfoto: Helmut Kemme24 Punkte warf Britta Worms (rechts) für die Girolive-Panthers in Neuss. Archivfoto: Helmut Kemme

Neuss. Sie haben momentan das Glück des Tüchtigen: Hauchdünn mit nur einem Punkt Vorsprung haben Osnabrücks Zweitliga-Basketballerinnen auch das Spitzenspiel bei der Turngemeinde Neuss gewonnen. Nach 40 Minuten stand es 64:64. Erst in der Verlängerung fiel beim 71:70-Auswärtssieg die Entscheidung zugunsten der Girolive-Panthers, die damit weiterhin Spitzenreiter in der 2. Bundesliga Nord bleiben.

Wie vor der Partie erwartet, bekamen es die Osnabrückerinnen mit einem starken Gegner zu tun, der wie die Panthers seine vier letzten Bundesligaspiele gewonnen hatte. Osnabrücks Trainer Christian Kaiser war nach dem knappen Sieg gut aufgelegt: „Das war eine ganz enge Kiste. Treffen die Neusser den letzten Wurf, wäre das Spiel zu unseren Ungunsten ausgegangen. So aber bin ich froh, dass wir heute als Sieger vom Platz gegangen sind.“

Bei den Panthers, die aus beruflichen Gründen ohne Susanne Niehaus auskommen mussten, schickte Kaiser die gewohnte Anfangsformation aufs Parkett. Nach einem 0:2-Rückstand hatten die Panthers bis zum vierten Viertel die Nase immer nur knapp vorn. Keine Mannschaft ging deutlich in Führung. Lashae Waller (24 Punkte) und Franziska Schenk (19) trafen alleine sieben von acht Dreiern der TG – bei den Panthers versenkte Melli Knopp als Einzige einen Wurf von jenseits der 6,25-Meter-Markierung.

Wallers wilder Dreier in der 40. Minute brachte Neuss zum Ausgleich. Kaiser nahm eine Auszeit, der Tabellenführer bekam noch einen offenen Wurf, fand aber nicht den Weg ins Ziel. Fünf Minuten „Nachsitzen“ waren angesagt, es blieb ein Spiel auf Messers Schneide. Fielen die Trefferquoten bei Neuss mit 26 Prozent und Osnabrück 33 Prozent auch recht mager aus, so hatten die Panthers bei den Rebounds mit 46 zu 37 einen deutlichen Vorteil auf ihrer Seite. „Die gesamte Mannschaft hat sich wieder einmal den Sieg hart erarbeitet und verdient. Wir haben gut gereboundet und hatten mit Britta Worms ein Plus unter dem Korb und mit Angela Pace die spielbestimmende Taktgeberin“, erklärt Kaiser. Pace verbuchte 18 Zähler und elf Rebounds, Worms zeichnete für 24 Punkte verantwortlich.

Worms war es auch, die in der Verlängerung nach einem Foul einen von zwei Freiwürfen zum Endstand verwandelte. Neuss, durch die energische Verteidigung der Panthers gestört, setzte den letzten Wurf am Korb vorbei. Ausgelassen jubelten die Osnabrückerinen nach ihrem fünften Erfolg in Serie. An einem Abend gegen ein Team auf Augenhöhe wussten die Panthers das Quäntchen Glück auf ihrer Seite.

Nach zwei Auswärtspartien kommt es am kommenden Sonntag zum Spitzenspiel daheim. Ex-Panthers-Trainerin Hanna Ballhaus reist mit Wolfenbüttel in die Hasestadt. Da es das letzte Heimspiel vor der Winterpause für die OSC-Damen ist, hoffen die Korbjägerinnen auf ein volles Haus. „Die Aktion heißt: Wir machen die 1000 voll. Ist doch Klasse. Erster gegen Zweiter. Dann machen wir noch mal richtig Bambule“, blickt Kaiser voraus.


Panthers: Britta Worms (24 Punkte), Angela Pace (18), Juliane Höhne (7), Alysa Horn (7), Katrin Sokoll-Potratz (6), Melina Knopp (5/1Dreier), Tonia Dölle (2), Wiebke Kropp-Büttner (2), Marisa Koopmann, Michelle Müller, Annemarie Potratz.