Tabellenspitze verteidigt 71:64 – Girolive-Panthers gewinnen Krimi in Braunschweig

Von Ansgar Maßbaum

Britta Worms (rechts) war mit 15 Punkten in Braunschweig beste Panthers-Spielerin. Archivfoto: Helmut KemmeBritta Worms (rechts) war mit 15 Punkten in Braunschweig beste Panthers-Spielerin. Archivfoto: Helmut Kemme

Braunschweig. Ob Osnabrücks Zweitliga-Basketballerinnen vor dem Einschlafen das Lesen von Krimilektüre verordnet bekommen, ist nicht überliefert. Zumindest scheint es, als könnten die Girolive-Panthers nur „Krimi“. Erst in der 39. Minute machten sie den Sack zu bei der Eintracht aus Braunschweig. Mit dem 71:64 (29:23) feierten sie am Samstagnachmittag ihren vierten Sieg in Folge und bleiben souveräner Tabellenführer der 2. Liga.

„Heute war die enge Kiste eine andere als in den letzten Spielen“, gestand Kapitänin Juliane Höhne. „Das gesamte Team hat bis zum Umfallen gefightet. Das hat in den vergangenen Spielen ein wenig gefehlt.“ Dabei starteten die Panthers druckvoll gegen die bisher zu Hause noch ungeschlagenen Braunschweigerinnen. Mit 16:6 ging das erste Viertel an Osnabrück. Das war nach dem Geschmack von Trainer Christian Kaiser: „Wir wollten von Beginn an volle Power auszuüben. Das ist uns eindrucksvoll gelungen.“

Aber der Vizemeister der Vorsaison kam immer besser ins Spiel. Vor allem die Amerikanerinnen Brittany Obi-Tabot (11 Punkte und 9 Rebounds) und Nicole Jackson (16 Punkte und 6 Assists) spielten stark auf. In der 34. Minute übernahm Braunschweig die Führung (55:54). Die Panthers aber bewahrten kühlen Kopf. „Dass wir in dieser Situation weiter so abgeklärt waren, war zielführend. Da hat sich gezeigt, dass die gesamte Mannschaft einen Schritt gemacht hat“, sagte Höhne und betonte: „Diese Situation kann uns auch in den kommenden Partien sehr hilfreich sein.“

Es blieb bis zum Schluss eine hart umkämpfte Partie. Insa Brockmann schockte Osnabrück kurz vor Schluss mit einem Dreier zur 64:63-Führung (38. Minute). Aber mit zwei Körben von Angela Pace und je einem von Höhne und Britta Worms entschieden die Panthers die Partie.

Kapitänin Höhne lobte: „Das Team hatte heute viel Feuer.“ Der Scoutingbogen bestätigt sie. 36 Rebounds, 15 Assists, 15 gestohlene Bälle bei nur 15 Turnovers waren das Zeugnis einer Klasse-Teamleistung.


Panthers: Melina Knopp (7 Punkte/1 Dreier), Tonia Dölle (5), Susanne Niehaus, Alysa Horn (11/1), Annemarie Potratz, Wiebke Kropp-Büttner (4), Michelle Müller (2), Katrin Sokoll-Potratz, Juliane Höhne (13), Angela Pace (13), Marisa Koopmann (1), Britta Worms (15).