Nach harter Arbeit weiter Erster Girolive-Panthers schlagen Hagens Basketballerinnen 72:64

Von Ansgar Maßbaum

Angela Pace und die Panthers kamen gegen Hagen zwischenzeitlich ins Straucheln, retteten aber den Sieg über die Zeit. Foto: Helmut KemmeAngela Pace und die Panthers kamen gegen Hagen zwischenzeitlich ins Straucheln, retteten aber den Sieg über die Zeit. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Manchmal ist Sport einfach harte Arbeit. Einen solchen „Arbeitstag“ haben die Zweitliga-Basketballerinnen der Girolive-Panthers gegen das Team der Phoenix Hagen Ladies gestern gehabt. Mit 72:64 (Halbzeit 39:28) siegten die Panthers in einem kräftezehrenden Spiel gegen die Westfalen und behaupten mit dem sechsten Sieg im siebten Spiel die Tabellenspitze in der 2. DBBL-Nord.

Panthers-KotrainerStefan Eggers war mit dem Ergebnis jedenfalls zufrieden. „Hagen hat hier eine tolle Leistung gezeigt. Das war ein wichtiger Arbeitssieg heute“, erklärte er und ergänzte, „aber es bleibt für unser junges Team noch eine Menge zu tun, das hat man heute wieder gesehen.“ Die 300 Zuschauer in der OSC-Halle bekamen an diesem Nachmittag von beiden Mannschaften wahrlich keine Feinkost serviert. Stattdessen wurde Basketball gearbeitet. Sowohl Hagen, als auch die Panthers kämpften und rangelten um jeden Ball - das Spiel war häufig unterbrochen durch Unkonzentriertheiten.

Die ersten Punkte der Partie durch Pace konterten die Hagener gleich mit einem Dreier von Sophie Mücke. Gegen die stabile Zonenverteidigung der Phoenix Ladies hatten die Panthers einen schweren Stand. Eben legte Britta Worms nach tollem Zuspiel über zwei Stationen zum 16:9 ab, so stand es nach dem ersten Viertel nur noch 20:19 für Osnabrück, weil zu weich verteidigt wurde. Hagen nutzte jede sich bietende Situation sofort aus. Dann endlich zeigten die Panthers einmal ihre Krallen. Ein 12:0 Lauf zu Beginn des zweiten Viertels schraubte die Führung auf 32:19 (16.). Mit Moral und einem guten Distanzwurf (Hagen traf 8 von 16 Dreiern, die Panthers nur 1/12) kamen die Gäste immer wieder in Schlagdistanz. Osnabrücks Britta Worms erklärte nach dem Spiel was in den Köpfen passierte: „Wir sind uns vermutlich einen Moment zu sicher. Wir verlieren die Spannung, verteidigen nicht mehr so hart und dann ist die Führung dahin“, sagte Worms.

Matchwinnerin an diesem Nachmittag in der Wüste dürfte aber Osnabrücks Aufbauspielerin Angela Pace gewesen sein. Mit 18 Punkten, 14 Rebounds und 3 gestohlenen Bällen setzte die Amerikanerin immer wieder ein Ausrufezeichen und riss alle mit. Selbst den finalen Tip-in zum 72:64 kurz vor Schluss, netzte sie ein. „ Das war ein Match mit vielen Höhen und Tiefen. Wir sind eine junge Mannschaft und wollen gemeinsam vorankommen“, blieb Pace bescheiden. Als nächstes Spiel steht für die Panthers die schwere Auswärtsaufgabe am Samstag 15. November in Braunschweig auf dem Programm. Gegen diese hatte Hagen vergangene Woche gepunktet und die Braunschweiger von Tabellenplatz eins vertrieben.

Panthers: Melli Knopp (2 Punkte), Tonia Dölle (-), Susanne Niehaus (-), Alysa Horn (18/ 1 3-er), Annemarie Potratz (-), Wiebke Kropp-Büttner (4), Michelle Müller (2), Katrin Sokoll-Potratz (4), Juliane Höhne (9), Angela Pace (18), Mariesa Koopmann (2), Britta Worms (13).