Auslosung des Europacups Artland Dragons müssen wieder gegen Ostende ran

Von Malte Schlaack

Von Berlin auf die Sonneninsel: Levon Kendall (im Duell mit Bastian Doreth) spielt jetzt für CB Gran Canaria. Foto: KamperVon Berlin auf die Sonneninsel: Levon Kendall (im Duell mit Bastian Doreth) spielt jetzt für CB Gran Canaria. Foto: Kamper

Quakenbrück. Nicht schon wieder, mag sich so mancher Fan der Artland Dragons nach der Auslosung des Eurocups gedacht haben. In der Gruppenphase geht es für die Drachen nach Italien, Frankreich, Spanien und mal wieder Belgien – denn wie schon so oft zuvor müssen die Basketballer bei „Angstgegner“ Ostende ran.

Sicher sind auch einige andere Gegner wahrlich keine Unbekannten in Quakenbrück. Am besten kennen die Drachen aber mit Sicherheit den BC Telenet Ostende. In den vergangenen Jahren im Eurocup oder auch in mehreren Testspielen gab es gegen den amtierenden belgischen Meister und Pokalsieger nicht viel zu holen, die letzten sechs Partien gingen allesamt verloren. So auch in der Vorbereitung auf die anstehende Spielzeit. Sowohl beim medi-Cup in Bayreuth (62:97) als auch beim Testspiel bei den Belgiern (83:88) setzte es Niederlagen für das Team von Tyron McCoy. „Sie sind so etwas wie unser europäischer Angstgegner“, formuliert es Geschäftsführer Alexander Meilwes mit einem Augenzwinkern.

Ebenfalls schon im letzten Jahr im Eurocup ging es gegen Pallacanestro Cantu (da noch Fox Town Cantu) aus Italien, ebenfalls mit wenig Erfolg: Auch hier gingen beide Spiele verloren. Gleiches gilt für die Partien zur Qualifikation für den Eurocup 2011 gegen Herbalife Gran Canaria von der spanischen Sonneninsel, die sich unter anderen mit Levon Kendall von Alba Berlin verstärkt haben. „Gegen alle drei Gegner waren es mehr lehrreiche als erfolgreiche Spiele“, meint Meilwes, der schon die Devise für das Team ausgibt: „Wir müssen sehr angriffslustig und bissig auftreten, wenn wir uns behaupten wollen.“

Das gilt natürlich auch für die beiden Spiele gegen zwei französische Spitzenmannschaften. ASVEL Lyon Villeurbanne nahm zuletzt an der Qualifikation zur Euroleague, dem höchsten kontinentalen Wettbewerb, teil und scheiterte dort erst im Finale an Unics Kasan aus Russland, hatte auf dem Weg dorthin aber unter anderem den jetzigen Gruppengegner aus Ostende besiegt.

Rund 200 Kilometer entfernt von Lyon liegt Dijon. JDA Dijon ist der fünfte Gegner der Dragons und international ein weitgehend unbeschriebenes Blatt. Für die Franzosen ist es die erste Teilnahme am Eurocup, allerdings ließen sie mit dem Einzug ins Halbfinale der Play-offs in Frankreich in der vergangenen Saison aufhorchen. „Das ist sicherlich die Schwerste der drei West-Guppen“, kommentierte McCoy . Wie schon im letzten Jahr wurden die Gruppen in zwei Regionen aufgeteilt, insgesamt sind 32 Mannschaften im Eurocup dabei.

Los geht es für die Dragons am Dienstag, 14. Oktober, mit einem Heimspiel gegen das Team aus Lyon. Der Spielplan ist bisher nur vorläufig, zum Beispiel wollen die Drachen eigentlich nicht an einem Dienstag spielen. Der endgültige Plan muss aber bald kommen, denn Flüge und Hotels müssen zügig gebucht werden. „Es ist schon eine Herausforderung, aber wir machen das ja nicht zum ersten Mal“, sagt Meilwes. Gespielt wird in der Regel mittwochs, zehn Wochen in Folge bis zum 17. Dezember sind die Dragons mindestens im Einsatz. Die ersten vier Teams jeder Gruppe kommen weiter und spielen ab Anfang Januar zunächst in einer weiteren Gruppenphase.