Mit Energie zum Premierensieg Girolive-Panthers schlagen BBZ Opladen zum Auftakt 64:32

Meine Nachrichten

Um das Thema Panthers Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Energisch zum Korb: Osnabrücks Britta Worms (am Ball) kehrte nach längerer Pause ins Team der Panthers zurück. Foto: Helmut KemmeEnergisch zum Korb: Osnabrücks Britta Worms (am Ball) kehrte nach längerer Pause ins Team der Panthers zurück. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Die Girolive-Panthers sind mit einem 64:32-Erfolg gegen BBZ Opladen in die 2. Basketball-Bundesliga gestartet. „Das war schon ganz okay“, stellte Trainer Christian Kaiser nüchtern fest. Wie zu erwarten, konnte im ersten Spiel noch nicht alles rundlaufen, aber die Panthers zeigten eine Energieleistung – und leisteten sich nur einen echten Ausrutscher.

Knapp 19 Minuten waren gespielt, als Britta Worms zur Seitenlinie eilte, um ihrer Mitspielerin Alysa Horn aufzuhelfen. Worms erwischte einen Schweißfleck auf dem Parkett und fand sich plötzlich neben Horn auf dem Hosenboden wieder. Was schmerzhaft aussah, ging glimpflich aus: Horn und Worms blieben unverletzt und mussten selbst über ihre Einlage lachen.

Erleichtert konnten die Panthers auch sein, weil sich die Partie bereits immer mehr zu ihren Gunsten neigte. 10:7 hatten sie nach dem ersten Viertel geführt. „Da waren alle noch supernervös, aber das ist auch normal“, sagte Worms. Drei Wochen hatte sie mit Pfeifferschem Drüsenfieber im Bett gelegen, insgesamt vier Wochen der Vorbereitung verpasst. „Ich war selbst überrascht, dass es schon so gut läuft“, freute sich die 26-Jährige.

Dass es für die OSC-Damen gut lief, lag im zweiten Viertel an der besseren Chancenverwertung. Zudem übernahmen Angela Pace und Alysa Horn immer mehr die Regie. Am deutlichsten war die Dominanz im dritten Abschnitt, als das US-Duo von 13 OSC-Punkten elf besorgte (Horn 9, Pace 2). Opladen hingegen traf schwach: Im gesamten dritten Viertel sammelte BBZ nur zwei Punkte aus dem Spiel und drei von der Freiwurflinie – viel zu wenig, um den Panthers gefährlich zu werden.

Während Opladen im Schlussviertel wieder nur einstellig punktete, machten die Panthers Tempo und nutzten jeden Fehlpass und jeden Defensivrebound zum Konter. „Genau so wollen wir spielen, dass wir am Ende noch die Power haben, um Gas zu geben“, war Trainer Kaiser zufrieden.

Je größer die Gewissheit des Sieges wurde, desto sicherer wurden die Panthers auch aus der Distanz: In der 34. Spielminute bejubelten die OSC-Fans den ersten Dreier der Saison durch Horn, dem Melina Knopp zwei weitere Dreier folgen ließ. Auch wenn Dauerläuferin Horn – insgesamt fast 33 Minuten auf dem Feld – mit 25 Punkten herausragte, wollte Kaiser keine Spielerin hervorheben. „Es war eine gute Mannschaftsleistung.“

„Wir haben ein gutes Team und konnten viel wechseln“, freute sich Katrin Sokoll-Potratz, die neun Tage vor ihrem 43. Geburtstag vier Punkte erzielte und 16:26 Minuten auf dem Parkett stand – fast genauso lange wie in der gesamten vergangenen Bundesliga-Saison. „Das hat sich gut angefühlt“, sagte sie verschwitzt, aber glücklich. In Sachen Einsatz war auch den jungen Panthers-Spielerinnen nichts vorzuwerfen. Auch wenn nicht alle Aktionen gelangen, steckten sie nicht auf. „Wir werden sie immer wieder ins Spiel werfen“, versprach Kaiser. Ausrutscher sollen dabei nicht herauskommen. „Wir haben vor allem in der Defense schon sehr gut gespielt“, befand Worms, „an diese Leistung können wir in den nächsten Wochen anknüpfen.“


Panthers: Alysa Horn (25 Punkte/1 Dreier), Angela Pace (14), Juliane Höhne (8), Melina Knopp (6/2), Katrin Sokoll-Potratz, Britta Worms (je 4), Marisa Koopmann (2), Annemarie Potratz (1), Tonia Dölle, Susanne Niehaus, Michelle Müller.

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN