Vor dem Showdown in Herne Panthers: Konzentriert, aber locker

Von Andreas Ohn

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Coach Kaiser (l.) und seine Panthers. Foto: Hermann PentermannCoach Kaiser (l.) und seine Panthers. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Die Panthers haben die Hoffnung auf den Klassenerhalt in der Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL) noch keineswegs aufgegeben, trotzdem werden sie im letzten Saisonspiel beim Herner TC (Mont-Cenis-Gesamtschule Herne, 20 Uhr) – nicht nur sprichwörtlich – Rot sehen.

„Wir bitten unsere mitreisenden Fans, in der Vereinsfarbe zu erscheinen. Wir wollen eine richtige Panthers-Wand sehen“, sagt Trainer Christian Kaiser. Dass die Osnabrücker ihr Team unterstützen, ist sicher: Kaiser rechnet mit etwa 100 Mitreisenden. Ein vom Verein gestellter Fanbus war bereits so schnell ausgebucht, dass ein größerer besorgt werden musste. Maximal 72 Fans können umsonst mit nach Herne fahren.

Die Unterstützung können die Panthers gut gebrauchen: „Die Herner haben sieben Ausländerinnen und zwei deutsche Nationalspielerinnen im Kader. Das ist schon richtig gut und war bestimmt auch nicht billig. Da müssen wir alles versuchen, um am Ende mit einem Punkt mehr dazustehen“, erklärt Kaiser.

Panthers-Center Britta Worms spielte die letzte Saison selbst beim HTC. „Klar ist das etwas Besonderes, gegen den alten Verein zu spielen“, sagt die Leistungsträgerin. Tipps für ihre jetzige Mannschaft hat sie allerdings keine, denn „Herne hat viele neue Spielerinnen und das System umgestellt“. Dabei könnte das Osnabrücker Team jede Hilfe brauchen, um beim Tabellenfünften zu siegen. Denn nur dann besteht die Chance, den vor einigen Wochen schon sicher geglaubten Abstieg noch abzuwenden. Das aber auch nur, wenn die Friendsfactory Baskets, der direkte Konkurrent aus Nördlingen, gleichzeitig bei Pharmaserv Marburg verlieren.

Das verleitet natürlich zum ablenkenden Blick auf den Liveticker, die Panthers wollen sich jedoch voll und ganz auf ihre Leistung konzentrieren: „Wenn wir nicht gewinnen, ist so oder so alles aus – unabhängig davon, wie die Partie in Marburg endet“, stellt Worms fest. Statt sich Gedanken um die Konkurrenz zu machen, steht daher die konzentrierte Vorbereitung im Mittelpunkt. „Allerdings behalten wir unsere Lockerheit im Training auch bei, es bringt ja nichts, wenn wir uns selbst noch zusätzlichen Druck machen“, sagt Worms. Der Trainer sieht das ähnlich: „Klar werden wir uns eingehend auf Herne vorbereiten, aber das tun wir bei jedem Gegner. Wir werden alles versuchen und uns nicht durch die Situation beeinflussen lassen.“ Positiv ist zu vermelden, dass die Panthers voraussichtlich in Bestbesetzung antreten können.

Für den Fall des Klassenerhalts sind dann auch alle beteiligten in Herne versammelt: „Nun ja, dann wird auf jeden Fall die Nacht zum Tag gemacht“, kündigt Kaiser an.


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