Nach der Niederlage gegen Marburg Panthers: An Entschlossenheit mangelt es nicht

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Kämpferisch: Center Britta Worms im Spiel gegen Marburg. Foto: Hermann PentermannKämpferisch: Center Britta Worms im Spiel gegen Marburg. Foto: Hermann Pentermann

Osnabrück. Die Enttäuschung nach der Niederlage gegen Marburg schlug bei den GiroLive Panthers schnell in Trotz um: „Ich hoffe, dass sich ganz Osnabrück nächsten Samstag auf den Weg nach Herne macht“, rief Trainer Christian Kaiser dem Publikum per Mikrofon zu.

Und auf die Anhänger ist auch beim Auswärtsspiel zu zählen: Der Fanbus, der für die Partie in Herne vom Verein gestellt wird, ist bereits fast ausgebucht (Anmeldung unter kaiser@osnabruecker-sportclub.de). Wie viele Fans auch immer dabei sein werden – die Osnabrückerinnen reisen mit jeder Menge Entschlossenheit zum Endspiel um den Klassenerhalt in der Basketball-Bundesliga.

„Es war egal, ob wir mit zwölf Punkten oder nur einem Punkt verloren haben. Im Moment zählt nur der Sieg“, bedauerte Kapitänin Jessica Höötmann nach dem 59:71 gegen Marburg. Am kommenden Samstag gilt das erneut, mit anderen Vorzeichen: Egal ob die Panthers einen oder mehr Punkte Vorsprung haben – „wir müssen irgendwie Herne schlagen“, sagt Kaiser, „alles Andere können wir nicht beeinflussen“. Für alles Andere muss Osnabrücks jüngster Gegner BC Marburg sorgen, der gleichzeitig in Nördlingen spielt. Ein Sieg der Panthers, eine Niederlage von Nördlingen – dann wäre der Klassenerhalt gesichert.

Kurz vor Spielschluss hatte Kaiser an der Seitenlinie den Kontakt zu Marburgs Trainer Patrick Unger gesucht und ihm etwas ins Ohr geflüstert. „Er hat mich gebeten, dass wir gegen Nördlingen gewinnen“, verriet Unger in der Pressekonferenz und machte den Panthers Hoffnung: „Das ist grundsätzlich unsere Intention. Wir wollen unsere Siegesserie fortsetzen und noch Zweiter werden“ – ein Luxusproblem für einen Klub, der vor der Saison noch als sicherer Abstiegskandidat gehandelt wurde, wie der Trainer erinnerte.

In dieser Tabellenregion finden sich zum Saisonfinale nun die Panthers wieder. Dass sie die Klasse noch halten können, ist in gewisser Weise auch ein Luxus: „Vor einigen Wochen hätte niemand gedacht, dass wir ein Endspiel in Herne haben“, sagt Britta Worms. Es folgten der Sieg in Nördlingen und der Überraschungserfolg gegen Wasserburg. Die Panthers erarbeiteten sich das Licht am Ende des Tunnels. Deshalb, sagt Worms, „haben wir uns diese Chance verdient“.

Das Spiel gegen Marburg war ein Spiegelbild der Saison: Stark gestartet, dann eingebrochen, am Ende ein kleines Lebenszeichen. Irgendwie passte dazu auch Worms‘ Leistung: Sechs Punkte erzielte sie im ersten Viertel, einen im zweiten, danach sechs beziehungsweise vier, bevor die Partie nach ihrem fünften Foul vorzeitig endete. „Basketball ist ein Spiel der ,Ups and Downs‘“, sagt Worms. Am letzten Spieltag soll es lieber ein „Auf“ als ein „Ab“ geben, die Saison soll nicht so enden wie das Spiel gegen Marburg. An Entschlossenheit wird es den Panthers nicht mangeln. „Wir werden das Gute aus dem letzten Spiel mitnehmen und das Schlechte aufarbeiten“, versprach Worms nach der Marburg-Pleite und blickte nach vorn: „Herne ist zwar Fünfter, aber Herne ist nicht unschlagbar.“


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