Schulte to Bühne nicht schwer verletzt Panthers atmen auf

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Alles hört auf Alis Kommando: Die Panthers begannen mit (von links) Janina Wellers, Annemarie Potratz, Britta Worms, Alison Schwagmeyer und Melina Knopp. Foto: Helmut KemmeAlles hört auf Alis Kommando: Die Panthers begannen mit (von links) Janina Wellers, Annemarie Potratz, Britta Worms, Alison Schwagmeyer und Melina Knopp. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Die Basketballerinnen der GiroLive Panthers haben es am Montag gehalten wie manch ein Friseur und einen Ruhetag eingelegt. Trainer Christian Kaiser aber konnte nach der 64:73-Niederlage gegen die Rhein-Main Baskets am Sonntag nicht abschalten.

Einer der Gründe war Center-Spielerin Katharina Schulte to Bühne. Die 23-Jährige war unmittelbar vor der Halbzeitpause mit einer Gegenspielerin zusammengeprallt, hatte sich dabei das Knie verdreht und war nicht mehr auf das Spielfeld zurückgekehrt. Am Montagnachmittag erreichte Kaiser nun die Diagnose des Arztes: nichts gerissen, das Knie hält.

Die Panthers dürfen also aufatmen in einer Saison, in der sie schon Angela Pace wegen einer Schulter-OP verloren hatten und auch Jessica Höötmann seit Wochen ersetzen müssen. Was ihnen jedoch nicht wirklich gelingt.

Das wiederum liegt vor allem an der Formschwäche der vermeintlichen Führungsspielerinnen Kendall Rodriguez und Vanessa Abel. Während die im Winter nachverpflichtete Alison Schwagmeyer auf dem Platz dirigiert, brüllt, mitreißt und keinen Ball verloren gibt, fehlt Aufbauspielerin Abel bislang bei allem Einsatz und Talent meist die Präsenz einer herausragenden Spielgestalterin. Rodriguez punktet zwar ordentlich, agiert aber nicht immer mannschaftsdienlich.

Auch deshalb ließ Kaiser die beiden am Sonntag zunächst auf der Bank. „Ich hatte gehofft, dass sie eine positive Reaktion zeigen“, begründete der Coach seinen Entschluss. Seine Hoffnung zerbrach. Abel mühte sich zwar in ihren 13 Minuten Einsatzzeit, vielen ihrer Aktionen fehlte aber die Konsequenz. Rodriguez verlor in acht Minuten auf dem Feld dreimal den Ball und wirkte in der Defensive unentschlossen. Während der Auszeiten stand sie mit leerem Blick einen halben Meter hinter ihrem Trainer und vergrub die Hände in ihrem Aufwärmshirt.

Für die US-Amerikanerinnen rückten überraschend Melina Knopp und Annemarie Potratz in die Startformation. Sie verschoben die Balance und machten das Panthers-Spiel variabler. Ob sie im Abstiegskampf während der noch ausstehenden sechs Partien häufiger in der Startformation zu sehen sein werden, ließ Kaiser offen. Potratz jedenfalls hätte nichts dagegen, daran ließ die 16-Jährige keinen Zweifel: „Es war anstrengend, aber auch cool zu spielen.“


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