Schwache Rebound-Arbeit Panthers-Debakel beim 60:86 gegen Chemnitz

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Undurchsichtig: Die Panthers um Alison Schwagmeyer (links) spielten gegen Chemnitz schwach, wussten allerdings nicht so recht, warum.Foto: Dennis LindsayUndurchsichtig: Die Panthers um Alison Schwagmeyer (links) spielten gegen Chemnitz schwach, wussten allerdings nicht so recht, warum.Foto: Dennis Lindsay

Osnabrück. Ernüchternd ist der Start in die Rückrunde der Basketball-Bundesliga für die GiroLive Panthers verlaufen. Ohne die verletzte Kapitänin Jessica Höötmann unterlagen die Osnabrücker den Chemcats Chemnitz 60:86 (22:48).

Alles hatte Alison Schwagmeyer erläutert. Schnell und präzise hatte die Flügelspielerin über die Defensiv-Schwächen der Panthers gesprochen und über die Probleme im Passspiel. Sie hatte die gute Verteidigung der Chemcats beschrieben und den Bruch im Panthers-Spiel nach dem ersten Viertel. Die entscheidende Frage aber konnte sie nicht beantworten: Warum?

Schwagmeyer lächelte. Das könne sie nicht sagen, Entschuldigung. Dabei hätte es sich die 23-Jährige, die alle nur „Ali“ nennen, beim ersten Spiel nach ihrer Rückkehr zu den Panthers leicht machen können. Ein Fingerzeig in Richtung ihrer Kapitänin Jessica Höötmann hätte genügt. Die Top-Werferin der Panthers (14,2 Punkte pro Spiel) verbrachte die Begegnung nämlich mal sitzend und mal auf ihre Gehhilfen gestützt, am Rand stehend: Sie war im Training am Freitag umgeknickt. Wann sie wieder einsatzbereit ist, bleibt ungewiss. In der Pressekonferenz sprach Trainer Christian Kaiser davon, dass eine kleine Chance bestehe, dass Höötmann bereits am Freitagabend wieder dabei ist, wenn die Panthers in Oberhausen auf einen Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg treffen.

„Das ist ein Muss-Sieg“, verortete Centerin Britta Worms die Oberhausen-Begegnung. Wie schon Schwagmeyer wollte auch sie die schwache Leistung gegen Chemnitz nicht mit Höötmanns Fehlen entschuldigen: „Ich hatte manchmal das Gefühl, dass wir erstarrt sind“, sagte sie.

Dabei waren die Panthers gut gestartet, hatten sich – angeführt von Kendall Rodriguez – nach einem Rückstand (3:8) in die Partie verbissen. Am Ende des ersten Viertels sah es so aus, als hätte der „Ali-Effekt“ das Team erfasst: Schwagmeyer war überall, warf sich in jeden Ball, haderte, passte und rüttelte ihre Mitspielerinnen immer wieder auf. Dann kam der Bruch, den nachher niemand erklären konnte.

Chemnitz drehte auf. Noyes und Williams trafen, wie sie wollten, und ging doch einmal ein Wurf daneben, holten sie sich den abspringenden Ball – nicht selten, so schien es, ohne Gegenwehr. Als die Schlusssirene ertönte, hatte allein Williams 17 Rebounds gesammelt – zwei mehr als die drei besten Rebounder der Panthers zusammen. Außerdem saßen die Systeme der Chemcats besser als auf der Gegenseite die der Panthers. Stellten sich die Osnabrücker einmal auf die Angriffe ein, improvisierten die Chemnitzer eben.

„Ich bin überhaupt nicht zufrieden mit meinem Team. So geht es nicht“, sagte Kaiser. Kaum etwas von dem, was sie im Training geübt hätten, habe die Mannschaft umgesetzt. Doch die Gründe dafür konnte er ebenso wenig benennen wie Schwagmeyer. Aber vielleicht kann er das Team ja am achselzuckendem Fatalismus wieder aufrichten, den die US-Amerikanerin nach der Chemnitz-Partie postulierte: „Es wird von nun an nur noch aufwärtsgehen.“

Statistik des 60:86 (21:20, 7:24, 15:24, 17:18):

Panthers: Knopp, Koopmann, Abel 8 Punkte, Wellers 4, Schulte to Bühne 4, Worms 8, Sokoll-Potratz, Müller 1, Schwagmeyer 13, Rodriguez 22/3 Dreier.

Chemnitz: Menz 17, Amojo 12, Williams 13, Mendler, Prötzig 10/2, Ligthart 8, Davidson 11/3, Wilke, Hoffarth, Noyes 15.

Trefferquote Nah-/Mitteldistanz: 42 zu 52%, Dreier: 27 zu 42%, Rebounds: 28/45, Steals: 7/6, Turnovers: 14/17.


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