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Panthers wollen Wasserburger Schwäche nutzen – „Emma ist bei 100 Prozent“ Frühe Rotation als Erfolgsrezept

Von Martin Heuer

Im Wasserburger Trikot zurück nach Osnabrück: Jessica Höötmann. Foto: ImagoIm Wasserburger Trikot zurück nach Osnabrück: Jessica Höötmann. Foto: Imago

Osnabrück. Nach zwei Niederlagen in Folge hat der Trainer erneut an der Taktik gefeilt. „Wir haben uns etwas überlegt“, sagt Peter Kortmann. So setzen die OKE Panthers am Sonntag (16 Uhr, OSC-Halle) im Bundesliga-Hit gegen den Deutschen Meister und Pokalsieger TSV Wasserburg auf das Prinzip „frühe Rotation“.

„Unsere Leistungsträgerinnen mussten in den letzten Spielen einfach zu lange gehen. Das wird sich ändern“, erklärt der Panthers-Coach die Maßnahme, die für mehr Stehvermögen in der Schlussphase sorgen soll. Denn daran fehlte es offenkundig bei der 59:66-Niederlage in Wolfenbüttel vor Wochenfrist. „Wenn einem die Tür geöffnet wird, sollte man auch durchgehen“, umschreibt Kortmann das große Osnabrücker Manko: die Verwertung der freien Würfe.

Der zweite Faktor für den Rückschlag bei den Wildcats soll morgen nicht mehr als Entschuldigung herhalten. Denn Topscorerin Emma Panthers hat sich von ihrer Bänderdehnung erholt. „Wir haben sie bis Mittwoch geschont. Jetzt ist sie wieder bei 100 Prozent“, freut sich der Trainer. Nicht nur die Trefferquote („Momentan unser großes Problem“), auch das Reboundverhalten sollte sich mit einer topfitten Cannon wieder besser darstellen.

Der Double-Gewinner aus Oberbayern zeigte beim 92:84-Erfolg gegen Saarlouis einen Aufwärtstrend, verriet aber auch alte Schwächen. „84 Punkte für den Gegner, das ist einfach zu viel. Wir haben unsere Schwächen in der Mannverteidigung deutlich aufgezeigt bekommen“, resümierte Headcoach Wanda Guyton, die gemeinsam mit Trainer-Veteran Hans Brei die Regie beim sechsfachen Deutschen Meister führt.

Das US-Trio mit Krystal Vaughn, Shanika Freemann und Nachverpflichtung Sheena Moore konnte kaum so schnell treffen, wie es hinten einschlug. Die Ex-Osnabrückerin Jessica Höötmann hatte nicht ihren besten Tag, was sich am Sonntag vor den Augen von Freunden und Familie natürlich ändern soll. Der Druck liegt ohnehin bei den Gästen, denn angesichts eines Spitzen-Etats, konsequenten Profitums und der Besetzung mit sechs Ausländerinnen dürfte der derzeitige Tabellenplatz neun den potenten Sponsoren um Meggle, Bauer & Co. sicher nicht gefallen.