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Riesenschritt zum Klassenerhalt Panthers von Beginn an hellwach – 70:65-Erfolg in Langen nur kurz gefährdet

Von Sportredaktion

<em>Einen Tick schneller</em> als Langen waren die Panthers nicht nur in dieser Szene mit Pace und Schwagmeyer (l.) Foto: LindsayEinen Tick schneller als Langen waren die Panthers nicht nur in dieser Szene mit Pace und Schwagmeyer (l.) Foto: Lindsay

Langen. Die GiroLive Panthers bleiben die Blitzstarter der Damenbasketball-Bundesliga! Wie schon beim Saisonauftakt im Sommer sendeten die Osnabrückerinnen auch beim gestrigen Neustart mit einem überraschenden Sieg ein deutliches Signal: Nach dem überzeugenden 70:65-Erfolg bei den Rhein-Main Baskets haben die Panthers den Klassenerhalt fast sicher.

Selbst der bei Prognosen sehr zurückhaltende Headcoach Christian Kaiser lehnte sich nach dem siebten Saisonsieg ein wenig aus dem Fenster: „Wenn wir am kommenden Sonntag zu Hause gegen Oberhausen gewinnen, können wir durchatmen.“ Schon jetzt haben sich die Panthers ein Zehn-Punkte-Polster auf die beiden Abstiegsränge erarbeitet, die dritte OSC-Saison in der Eliteliga rückt näher...

In der gut gefüllten Langener Halle machten die Panthers von Beginn an ihre Ambitionen deutlich: Die Osnabrücker „Twin Towers“ Jessica Höötmann und Juliane Höhne machten mit aggressivem Defenseverhalten dem Langener US-Duo Denise Beliveau & Anya Covington das Leben schwer. Und in der Panthers-Offense setzten die nach der Anreise im Bulli sofort hellwache Ali Schwagmeyer (sieben Punkte in Serie, insgesamt 20) und die aus der Distanz treffsichere Jasmine Byrd (vier von sechs Dreiern!) die Akzente. „Unser Rezept ist aufgegangen. Wir sind mit schnellen Ballstaffetten zu vielen Korblegern gekommen“, so Kaiser später.

Über 7:4 und 16:6 wurde die Führung im Auftaktviertel auf 26:15 ausgebaut. Nach einer kurzen Schwächephase im zweiten Abschnitt (12:14) fingen sich die Panthers schnell wieder und führten nach dem dritten Viertel (53:45) relativ beruhigend mit acht Punkten. Da neben Antreiberin Angela Pace auch die „zweite Garde“ mit Melli Knopp, Francis Donders und Michelle Müller ihren Job zuverlässig verrichtete, schien der Sieg nicht mehr in Gefahr.

Doch im Schlussviertel mobilisierten die Gastgeberinnen noch einmal alle Kräfte. Nationalspielerin Svenja Greunke setzte mit einem Dreier das Signal, und beim 58:58 schien die Wende nah. „Da wurde es noch einmal richtig eng“, meinte Kaiser, der aber nach einem „wilden Dreier“ von Schwagmeyer zum Fünf-Punkte-Vorsprung 45 Sekunden vor Spielende durchatmen konnte. Das war auch nötig, denn nur gut 30 Minuten später saß der Coach schon hinter dem Lenkrad des Vereinsbullis, um sein Team sicher nach Hause zu chauffieren...