Verwirrung um vermeintliches Statement Wirbt Coca-Cola mit einem Anti-AfD-Plakat?

Von Tobias Bosse | 04.12.2018, 12:43 Uhr

In Berlin wurde ein Werbeplakat aufgestellt, das vermeintlich von Coca-Cola sein soll und sich gegen die AfD positioniert.

Der amerikanische Limonaden-Hersteller Coca-Cola sorgt an Weihnachten immer für Aufsehen durch Werbung. Tatsächlich hat das US-Unternehmen sogar einen entscheidenden Beitrag zum Erscheinungsbild des Weihnachtsmannes geleistet, indem es die Illustration des bärtigen,rotgekleideten Santas seit Jahrzehnten stark bewirbt. Mit politischen Statements hat sich Coca-Cola jedoch immer zurückgehalten – bis jetzt.

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Denn ein vermeintliches Werbeplakat des Brauseherstellers sorgt aktuell in Berlin für Aufruhr unter AfD-Anhängern. Darauf ist zu lesen: „Für eine besinnliche Zeit: Sag' Nein zur AfD!“ Das Plakat ist auf den ersten Blick nicht von anderen Werbeaktionen zu unterscheiden.

Tatsächlich handelt es sich dabei aber nicht um eine Werbung von Coca-Cola, sondern um die Aktion einer Künstler-Gruppe, die derzeit den #AfDentventskalender macht. Die Initiatoren wollen damit eine Inspiration für Aktivisten sein, sich mit dem politischen Rechtsruck zu befassen.

"Nicht jedes Fake muss falsch sein"

Aber auch wenn der Limo-Hersteller nicht verantwortlich für das Plakat ist, heißt das noch lange nicht, dass das Unternehmen nicht mit der darin enthaltenen Botschaft sympathisieren kann. Und offensichtlich tut es das. Denn Patrick Kammerer, Direktor Public Affairs Coca-Cola Deutschland, hat den Beitrag geteilt und mit dem Kommentar versehen: "Nicht jedes Fake muss falsch sein".

Anschließend wurde der Tweet von Kammerer auch noch von Coca-Cola Deutschland geteilt, was wohl endgültig als Einverständnis mit der Werbebotschaft verstanden werden darf. Der Aufschrei unter den AfD-Wählern war groß. So schworen einige, nie wieder Cola zu trinken und auf Pepsi umzusteigen.