Wieder Außenseiter gegen Minden HSG Nordhorn-Lingen: Stimmung nach Pokalerfolg einfach gigantisch

Von Uli Mentrup | 22.09.2011, 13:52 Uhr

„Die Stimmung war einfach gigantisch“, strahlte Heiner Bültmann noch einen Tag nach der 41:30-Pokalsensation gegen den Erstligisten Lemgo. „Im Sport ist vieles möglich“, lachte der Trainer des Handball-Zweitligisten HSG Nordhorn-Lingen, erinnerte aber gleich an den nächsten Kracher am Sonntag um 17 Uhr im Euregium gegen GWD Minden. „Das wird schwerer.“

„Als unterklassiger Gegner ist man immer mit größerer Begeisterung bei der Sache“, erläuterte Bültmann. Mit Minden kommt jetzt zwar eine Ausnahmemannschaft aus der 2. Liga – aber rechnerisch doch auf Augenhöhe mit der HSG. Nordhorn-Lingen überraschte Lemgo aber auch mit der spielerischen Qualität. Vor allem in der ohnehin starken Abwehr, die über die komplette Distanz sicher stand. Aber auch im Abschluss passte es beim Gastgeber. „Das war schon ein sehr spezielles Spiel“, schmunzelte Bültmann. Denn im Handball haben Überraschungen eher Seltenheitswert. Die Erfahrung machte Minden beim 28:38 gegen Flensburg-Handewitt. GWD konzentriert sich ganz auf die Liga, die HSG blickt der dritten Pokalrunde Ende Oktober gespannt entgegen. Die Auslosung findet am 27. September statt

„Mindens Respekt ist nach dem Pokalspiel sicher gewachsen“, vermutet Bültmann. Doch der GWD, zweifacher deutscher Meister und dreifacher Pokalsieger, verfügt über ein überragendes Team. Ziel ist der Aufstieg. Auffälligster Akteur ist Dalibor Doder. Der schwedische Rückraumspieler wurde bei der WM in Schweden für das Allstarteam nominiert. „Er wäre auch in der 1. Liga ein Guter“, weiß Bültmann und deutet damit indirekt an, dass der schnelle und kreative Doder in der Zweiten überragend ist. Er hat starke Nebenleute wie den torfährlichen Slowenen Nenas Bilbija, der aus dem spanischen Valladolid gekommen ist.

Minden stellt bei 6:0 Punkten mit 108 Treffern den gefährlichsten Sturm. Eine echte Herausforderung für die HSG-Abwehr. „Wir sind wieder Außenseiter“, betont Bültmann. Genau wie gegen Lemgo...