Vermischtes „Wirtschaftskrise deutlich zu spüren“

30.07.2009, 22:00 Uhr

Im Juli suchten zum Arbeitsmarkt-Stichtag 3045 Männer und Frauen im Zuständigkeitsbereich der GMHütter Arbeitsagentur eine Beschäftigung – im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 575 Personen oder 23,3 Prozent.

Die Arbeitslosenquote liegt damit aktuell im Südkreis bei 5,6 Prozent, was eine Zunahme um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat bedeutet. Im Vergleich zur Juni-Arbeitsmarktstatistik stieg die Zahl der Erwerbslosen um insgesamt 227 Fälle.

„Die Wirtschaftskrise ist im Südkreis deutlich zu spüren“, macht in ihrer Stellungnahme Annegret Lalottis deutlich, Geschäftsstellenleiterin der „Agentur für Arbeit“ in GMHütte. Insbesondere junge Erwachsene nach der Ausbildung seien von Arbeitslosigkeit betroffen. Hier gebe es einen Anstieg von 131 jungen Leuten oder 47,6 Prozent gegenüber den Juni-Zahlen. Lalottis: „Die Situation scheint im Rahmen der Diskussion zum Fachkräftemangel antizyklisch.“ Sie appeliert deshalb an die Unternehmen, junge Leute einzustellen und die vorhandenen Qualifikationen zu nutzen.

Insgesamt betreut die Agentur für Arbeit derzeit 1622 Personen (plus 210), in die Zuständigkeit der Maßarbeit des Landkreises, die gezielt die Langzeitarbeitslosen vermittelt, entfielen 1423 Betroffene (plus 17). Der Frauenanteil an der Gesamtarbeitslosigkeit betrug zum Statistik-Stichtag 45,6 Prozent. Bei der Arbeitsagentur GMHütte erhöhte sich der Arbeitslosenbestand im Juli bei den Frauen um 62 Personen oder 10,9 Prozent.

642 Personen meldeten sich erstmalig oder erneut arbeitslos, 401 beendeten ihre Arbeitslosigkeit. Die Erwerbslosigkeit bei den Männern und Frauen über 50 Jahren veränderte sich um plus 36 beziehungsweise 4,7 Prozent auf 805 Personen. Der Anteil der Altergruppe der unter 25-Jährigen an allen Arbeitslosen beträgt insgesamt 13,7 Prozent.

Die Arbeitskräftenachfrage ist im Juli rückläufig. Insgesamt meldeten die Arbeitgeber der GMHütter Arbeitsagentur 158 zu besetzende Stellen – ein Minus von 25 Stellen gegenüber dem Vormonat.

Für die kommunale Arbeitsvermittlung des Landkreises bewegen sich die Julizahlen für den Bereich GMHütte, Hagen und Hasbergen „etwa auf dem Niveau des Vormonates“. Aktuell verzeichnet die kommunale Arbeitsvermittlung in den drei Kommunen insgesamt 854 arbeitslose Empfänger von ArbeitslosengeldII. Im Juni waren es 849.

Maßarbeit-Vorstand Siegfried Averhage geht davon aus, dass in den kommenden Monaten unter anderem die verstärkten Angebote der kommunalen Arbeitsvermittlung zur Integration älterer Arbeitsloser der Generation 50plus zu einer möglichen Entspannung auf dem Arbeitsmarkt beitragen können. Verhalten optimistisch für die weitere Entwicklung stimmt ihn auch die leicht, aber kontinuierlich gestiegene Nachfrage nach Arbeitskräften beim Arbeitgeber-Service der Maßarbeit.