Vermischtes „Wir haben unser Versprechen gehalten“

08.07.2009, 22:00 Uhr

Zentimeter für Zentimeter füllte sich gestern das Becken. Ein untrügliches Anzeichen dafür, dass Schwimmbad und Sauna des Therapiezentrums in sechs Tagen wieder geöffnet werden sollen. Den Pachtvertrag unterschrieben Stadt und Dörenberg-Klinik gestern Morgen.

Als Baustein der Standortsicherung für den Gesundheitssektor im Kneippkurort betrachtet Bürgermeister Drago Jurak die Kooperation, die er für den Grundstücksbetrieb der Stadt gemeinsam mit Dörenberg-Geschäftsführer Michael Böckelmann und deren kaufmännischen Leiter Frank Schmees unterzeichnete.

„Klinik, Therapiezentrum und Wellnesseinrichtung sollen eins werden“, erklärte Böckelmann. Das sei gut für Stadt und Klinik. Doppelte Angebote wie die beiden Saunen können an einem Standort konzentriert werden.

Für die Dörenberg-Klinik ist die Pacht des Therapiezentrums ein Baustein in einem größeren Bauwerk, dessen nächster Quader der Ausbau eines Facharztzentrums sein wird.

Schwimmbad und Sauna sollen am 15. Juli, Fitness- und Therapieräume am 15. August wieder eröffnet werden. „Damit hat die Stadt ihr Versprechen von der Demonstration Ende März an die langjährigen, treuen Kunden des Therapiezentrums eingehalten, den Betrieb möglichst rasch wieder aufzunehmen“, so Jurak. In der Zwischenzeit hat die Stadt neben der obligatorischen Grundreinigung Wartungsarbeiten und Schönheitsreparaturen durchgeführt.

Was die Besucher besonders interessiert: Die Eintrittspreise sollen nicht erhöht, die Öffnungszeiten allerdings möglicherweise etwas eingeschränkt werden. Das Frühschwimmen wird jedoch nicht angetastet. Ungeklärt ist nach wie vor die Situation der Inhaber von Jahreskarten. Einige habe Ex-Pächter Bernd Zukunft ausgezahlt, heißt es, andere nicht. Möglich wäre es nun, dass Zukunft eine Abstandssumme an die Dörenberg-Klinik zahlt, damit die Kartenbesitzer das Bad weiter nutzen können. Aquafitness- und andere Gruppen sollten sich möglichst rasch mit der Klinik in Verbindung setzen.

Mit einem Zuschuss unterstützt die Stadt die Energiekosten für das Schwimmbad, da dieses weiterhin öffentlich genutzt wird. Wie hoch der Zuschuss sein wird, soll sich erst in einigen Monaten zeigen. Das bisher auf 29 Grad aufgeheizte Außenschwimmbecken wird nicht mehr bezuschusst. Es soll vorerst geschlossen bleiben, eine Kundenbefragung das Interesse der Schwimmer an dem Becken ermitteln.

Am Montag hatte sich auch der Verwaltungsausschuss der Stadt Bad Iburg einstimmig dafür ausgesprochen, den Vertrag abzuschließen. Die Stadt und der Ex-Pächter setzen sich weiter vor Gericht auseinander. Da Zukunft noch das angrenzende Hotel betreibt, müsse man „sehen, wie man klarkommt“, erklärte Jurak.